Kampfhundebesitzer sollen mehr zahlen

Diskussion über Erhöhung: Tögings Hundesteuer kommt auf den Prüfstand

300 Euro Hundesteuer pro Jahr zahlt aktuell ein Halter eines Kampfhundes – auf dem Bild zwei Bullterrier – in Töging. Der Hauptausschuss diskutiert am kommenden Donnerstag eventuelle Erhöhungen der Hundesteuer.
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300 Euro Hundesteuer pro Jahr zahlt aktuell ein Halter eines Kampfhundes – auf dem Bild zwei Bullterrier – in Töging. Der Hauptausschuss diskutiert am kommenden Donnerstag eventuelle Erhöhungen der Hundesteuer.
  • Peter Becker
    vonPeter Becker
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Derzeit zahlen Kampfhundebesitzer in Töging 300 Euro Hundesteuer. Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst kündigt jedoch eine Steigerung an und auch eine Regelung für Zweithunde. Der Hauptausschuss beschäftigt sich außerdem mit der Beschaffung eines Teleskopmastfahrzeugs

Töging – Zum ersten September trat für die Hundehaltung in Bayern eine neue Mustersatzung des Freistaats in Kraft. Da die Satzung in Töging seit 2003 nicht mehr geändert worden ist, soll nun deswegen auch der Töginger Hauptausschuss auf seiner Sitzung am Donnerstag über die Änderungen diskutieren.

Rettungs-, Blinden und Herdenhunde sind von einer Steuer befreit

Zur Diskussion steht auch die Regelung für Zweithunde, die in Töging, im Unterschied zu vielen anderen Gemeinden, bisher einheitlich mit 30 Euro besteuert werden.

Auch die 300 Euro, die für Halter von Kampfhunden jährlich fällig werden, könnten in diesem Zuge angepasst werden. Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst sprach auf Nachfrage von „tendenziell geringfügige Erhöhungen“. Von der Hundesteuer grundsätzlich befreit sind in Töging derzeit Rettungshunde, Blindenhunde, Herdenhunde und solche Tiere, die verkauft werden sollen.

Neue Förderbestimmungen machen Diskussion um Beschaffung eines Teleskopmastfahrzeugs nötig

Außerdem soll im Hauptausschuss ein Beschluss aus dem vergangenen Jahr revidiert werden, der die Beschaffung eines Teleskopmastfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr als Ersatz für den alten „Hubsteiger“ aus dem Jahr 1995 bevorzugt hatte. Seit damals haben sich die Förderbestimmungen geändert, sodass für so ein Fahrzeug nur noch dann ein Zuschuss bewilligt wird, wenn am Standort bereits eine Drehleiter vorhanden ist. Fördergelder wären daher nur im Zuge nun einer Zweckvereinbarung mit der Mühldorfer Feuerwehr möglich gewesen.

Einsatzverbund wäre einzigartig

„So ein Einsatzverbund wäre in Bayern einzigartig“ erklärte der Mühldorfer Kreisbrandrat Harald Lechertshuber seine Ablehnung zum Töginger Vorhaben auf Nachfrage des Anzeigers.

Ablehnung von Einsatzverbund

Er sei sich dabei mit dem Amtskollegen im Nachbarlandkreis Altötting und dem Mühldorfer Kommandanten Martin Strasser einig, dass es nicht zumutbar wäre, für jeden Einsatz in Töging hinzugerufen zu werden.

Die Sitzung beginnt am Donnerstag um 17 Uhr mit einer Besichtigung der neuen Kinderkrippe in der Kindertagesstätte St. Johann Baptist in der Kirchstraße 8 und wird anschließend im Rathaus fortgesetzt.

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