Die neuen Buchbacher „Wirtsleut“ machen ernst

Die neuen „Wirtsleut“ vom Gaststättenerhaltungsverein „Beim Obern“ hoffen auf zahlreiche Stammgäste, aber auch neue Gäste, um dem Gasthaus zum Falken von Anfang an den notwendigen Schwung zu geben: Vorsitzender Hans Wagner, Beisitzerin Birgit Sammer, stellvertretender Vorsitzender Rudi Büchler junior, Kassenwartin Daniela Feckl und Schriftführer Rudi Feckl (von links).
+
Die neuen „Wirtsleut“ vom Gaststättenerhaltungsverein „Beim Obern“ hoffen auf zahlreiche Stammgäste, aber auch neue Gäste, um dem Gasthaus zum Falken von Anfang an den notwendigen Schwung zu geben: Vorsitzender Hans Wagner, Beisitzerin Birgit Sammer, stellvertretender Vorsitzender Rudi Büchler junior, Kassenwartin Daniela Feckl und Schriftführer Rudi Feckl (von links).

Der neue gegründete Gaststättenerhaltungsverein „Beim Obern“ eröffnet am Freitag, 4. September, ab 18 Uhr das Gasthaus zum Falken mit einer Eröffnungsfeier. Nicht nur viele Buchbacher Einwohner, sondern auch zahlreiche Vereine und Stammtische freuen sich über die „neuen Wirtsleut“.

Von Franz Rampl und Harald Schwarz

Buchbach – Diese haben es sich zum Ziel gesetzt, das historische Wirtshaus auf dem Buchbacher Marktplatz nicht nur am Leben zu erhalten, sondern auch mit Leben auszufüllen.

Der Verein hat mittlerweile über 60 Mitglieder und hat in den vergangenen Wochen einige organisatorische und handwerkliche Klimmzüge gestemmt, damit das Gasthaus eröffnet werden kann.

Verein „Beim Obern„ braucht auch Startkapital

Ein wichtiger Mosaikstein waren aber natürlich auch die Finanzen. Schließlich braucht der Verein Startkapital, um sich auf das Abenteuer Gastronomie überhaupt einzulassen. Deshalb habe man einen Investitionsplan aufgestellt, sagte der stellvertretende Vorsitzende Rudi Büchler junior im Marktgemeinderat. Dabei sei man auf eine Summe von rund 14 000 Euro gekommen, um das Wirtshaus überhaupt wieder aufsperren zu können. Bei einem Gespräch sagte der vorherige Betreiber Sepp Apfelböck, dass man mit rund 1000 Euro monatlichen Kosten für Gas, Wasser und Strom rechnen müsse. Die Vereinsführung ist überzeugt, dass man diese Kosten auf 600 Euro reduzieren kann, weil das Wirtshaus ja nur zwei Tage pro Woche geöffnet sein soll. Er bat die Marktgemeinde um die Übernahme der jährlichen Fixkosten. Rudi Büchler machte keinen Hehl daraus, dass er beziehungsweise die Vereinsführung die Marktgemeinde durchaus in der Pflicht zur Unterstützung sieht.

Marktgemeinde unterstützt mit Gründungszuschuss und Nutzungsgebühr

Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Marktgemeinderäte durchaus sehen, dass sie hier unterstützend eingreifen müssen. Man verständigte sich darauf, dass man dem Verein einen Gründungszuschuss von 8000 Euro gewähre. Zudem bekommt er eine Nutzungsgebühr von 5200 Euro für das Jahr 2021 für den Nebenraum des Wirtshauses. Der Raum kann dann von der Marktgemeinde für die Jugendarbeit verwendet werden.

Am Eröffnungstag bieten „die Wirtsleute“ als Klassiker „Wiener Schnitzel“ und bei schönem Wetter Biergartenbetrieb mit zünftiger Wirtshausmusik. Gleichzeitig werden die Altschützen, die Krieger- und Reservistenkameradschaft sowie der Heimat- und Kulturverein ihre Stammtische abhalten.

Weiter geht es dann am Sonntag, 6. September, ab 10 Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen mit Weißwurstessen.

„Beim Obern„ soll donnerstags und am Sonntagvormittag geöffnet sein

Künftig wird jeweils donnerstags und am Sonntagvormittag geöffnet sein. Besondere Wünsche für Veranstaltungen, mit weiteren Öffnungszeiten, sollen so gut es geht, aktuell noch unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen, erfüllt werden. Interessenten können Kontaktaufnehmen unter Telefon 01 73/6 85 45 51 oder per Facebook.

Kultur engt ein

Ein kleiner „Nebenkriegsschauplatz“ tat sich bei der Marktgemeinderatssitzung auf, als Joachim Schöngut (Grüne/Unabhängige) anmerkte, dass die Macher des Vereins „Beim Obern“ einige interessierte Bürger vor den Kopf gestoßen hätten, als sie sich weigerten, in die Satzung aufzunehmen, dass der Verein das kulturelle Angebot zu unterstützen. Rudi Büchler machte klar, dass ihnen allen die Kultur am Herzen liegt und sie auch kulturelle Veranstaltungen organisieren wollen. Fachleute hätten ihnen aber dringend abgeraten, das in der Satzung zu verankern.

Hier hatte Manfred Kroha (CSU/FWB) gleich einen Vorschlag: „Der Kulturverein sucht händeringend nach einer neuen Vorstandschaft. Möglicherweise lässt sich da eine Brücke schlagen zu denen, die bei der Gründungsversammlung verprellt wurden. Vielleicht wollen sie sich beim Kulturverein engagieren. Da wäre möglicherweise allen geholfen“.

Kommentare