Diakon Jakob Unterreithmeier: „Eine Krippe gehört in jedes Haus“

Letzte Hand legt Diakon Jakob Unterreithmeieran die Krippe in seinem Wohnzimmer an. Bauer
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Letzte Hand legt Diakon Jakob Unterreithmeieran die Krippe in seinem Wohnzimmer an. Bauer

Pünktlich zum ersten Advent steht in Mühldorf die Krippe von Diakon Jakob Unterreithmeier. Seine Frau Johanna und er arbeiten rund fünf Stunden lang, bis die Krippe im Wohnzimmer einen Blick auf den Advent und die Geschichte von Cristi Geburt erlaubt.

Mühldorf – Die Darstellung von Christi Geburt, oft auch mit der Anbetung durch die drei Weisen aus dem Morgenland, ist die gängigste und bekannteste Krippenform. Andere Krippen zeigen weitere Bilder des Weihnachtsgeschehens – darunter die Verkündigung des Herrn, die Herbergssuche Mariä und Josefs sowie die Flucht nach Ägypten und den Kindermord des Herodes in Betlehem, wie etwa in der Jahreskrippe der Gebrüder Probst.

Christkindl kommt am 24. Dezember in die Krippe

Pünktlich zum ersten Advent steht in Mühldorf in der Geranienstraße 7 die Krippe von Diakon Jakob Unterreithmeier. Seine Frau Johanna und er arbeiten rund fünf Stunden bis die Krippe im Wohnzimmer einen Blick auf den Advent und die Geschichte von Cristi Geburt erlaubt. Das Christkindl fehlt derzeit noch – das kommt erst am 24. Dezember in die Krippe.

„Für mich gehört in jedes Haus und in jede Familie eine Krippe zur Weihnachtszeit. Mir und meiner Familie würde viel fehlen, wenn ich unsere Krippe im Advent nicht in unserem Wohnzimmer sehen würde“, betont der Diakon.

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Mit den fünf Stunden Aufbauarbeit ist es nicht getan. Das Wohnzimmer muss umgebaut werden, damit die Krippe Platz hat. Jedes Jahr gibt es am Stall oder an den Figuren zusätzliche Arbeit. Den Stall der alpenländischen Krippe hat Jakob Unterreithmeier dem seines Bruders in Unterthalham in der Gemeinde Oberbergkirchen im Landkreis Mühldorf nachempfunden. Der Stall ist selbstgezimmert.

Betlehem im Alpen- und Voralpengebie

Mit der Verlegung der Geschichte von Bethlehem in das heimische Alpen- und Voralpengebiet steht Jakob Unterreithmeier nicht allein. Sein prominentester Vorgänger ist Ludwig Thoma mit seiner „Heiligen Nacht“. Der Mühldorfer Diakon hatte immer in der Adventszeit eine Krippe. Den Anfang machte in der elterlichen Wohnung eine aus Papier, die er jedes Jahr aus dem Küchenkasten holte und aufstellte.

„Für mich und meine Frau war es von Anfang klar, dass wir uns für die gesamte Familie eine Krippe anschaffen. Seit über 30 Jahren wurde die Krippe jedes Jahr erweitert.“ Neue Figuren kamen dazu, und auch der Viehbestand wurde aufgestockt. Die Kleider für die Figuren fertigte eine Schneiderin aus Altötting, die die Unterreithmeiers dort auf dem Christkindlmarkt kennengelernt hatten.

Die Geschichte der Heiligen Familie in der Adventszeit hat einen zentralen Platz im Herzen der Familie. Halfen früher die Kinder mit, so sind es jetzt die Enkelkinder. Sie beobachten nicht nur mit großen Augen das Entstehen der Krippe, sie dürfen die Figuren natürlich auch anfassen und sie an genauer der Stelle platzieren, an der sie es für richtig halten. „So kommen sie spielerisch mit dem Christkindl in Berührung“, erzählt der Großvater.

Wir wollen diese Krippe in unserem Haus

Ganz billig ist die Krippe im Wohnzimmer des Diakons nicht: Allein die Heilige Familie hat an die 1000 Euro gekostet. „Mir und meiner Frau ist wichtig, dass wir in der Adventszeit in unserem Haus diese Krippe haben“, sagt Jakob Unterreithmeier.

In Vorbereitung sind derzeit die Heiligen drei Könige, die sich nach dem 24. Dezember auf den Weg nach Bethlehem machen. Auch diese Reise wird in der Krippe der Unterreithmeiers dargestellt – und natürlich die Ankunft. Das hat aber noch Zeit. Denn erst einmal muss das Christkind kommen im Stall der Familie Unterreithmeier.

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