Demenz beschäftigt Seniorenbeauftragte

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Mühldorf. – Mit dem Thema Demenz befassten sich die Seniorenbeauftragten auf Einladung von Dekanatsseelsorger Michael Tress und Alfons Wastlhuber von der Freiwilligenagentur Ehrensache.

Im Heilig-Geist-Spital in Mühldorf ging es vor allem um die Belastungen von pflegenden Angehörigen und um Hilfsmöglichkeiten.

Der Bericht einer pflegenden Angehörigen machte dabei deutlich, wie viel Arbeit auf den pflegenden Personen lastet. Die Tochter einer demenzkranken 90-jährigen Mutter schilderte die Arbeit in den letzten fünf Jahren mit dem körperlichen Kräftenachlass und deren Auswirkungen. Es sei wichtig zu erkennen, welche Ausmaße die Erkrankung habe und wie groß die Auswirkungen auf die Pflegenden seien.

Die Pflegedienstleiterin der Caritas Sozialstation, Sybille Ehrmann die Möglichkeiten der Demenzbetreuung auf ihrer Station vor. Sie informierte über Demenzbegleitung, über die Finanzierung und über Kranken- und Pflegeversicherung. Zurzeit werden 21 Patienten im Landkreis Mühldorf beraten und betreut. Ehrmann sprach auch die Neuregelung ab 2017 an. Die Pflegestufen eins bis drei würden in fünf Pflegegrade umgewandelt, sagte sie.

Als Gastgeberin informierte Illona Brunner über das Heilig-Geist-Spital mit seinen Aktionen und wies auch im Besonderen auf die Möglichkeiten der Pflegearten hin. Besonders die Kurzzeitpflege sei oft ein Schritt in die spätere Heimunterbringung. Hier können sich Patienten und Familien einen Einblick verschaffen, denn der Umzug soll nicht „Abschiebung“ bedeuten. Abschließend stellte sich Richard Steffke als neuer Geschäftsführer der Caritas vor. re

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