Dekanatsrat Mühldorf bietet Workshop an

Mühldorf –. Die katholische Kirche ist bei immer mehr Menschen an den Rand des alltäglichen Lebens gerückt.

Umgekehrt hat die Kirche die Lebenssituationen vieler Menschen nicht mehr im Blick. In einem Perspektivwechsel rückt die Kirche Personen in existenziellen Lebenslagen ins Zentrum, etwa bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit oder Lebenswenden.

Bei einem Workshop mit dem Dekanatsrat Mühldorf richtete Pastoralreferent Michael Tress den Blick auf „die Freude und die Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen“, wie es schon das Zweite Vatikanische Konzil formuliert hatte. Die Teilnehmer erkannten, dass es ein aufmerksames Hinschauen braucht, ein Hinhören und Möglichkeiten, sich zu treffen, um kritische Lebenslagen von Mitmenschen zu erkennen.

Das kann nicht nur ein hauptamtlicher Seelsorger tun, alle Menschen sind dazu befähigt. „Kirche“ bildet so ein Netzwerk vieler Begabungen, die allen zugute kommen sollen. Seelsorge im professionellen Sinne bedeutet dann, „Räume zu schaffen, um zu experimentieren und Neues zu probieren“, wie Bernhard Spielmann sagt. Solche Räume für neue Formate kirchlichen Handelns haben die Teilnehmer am Workshop in ihren jeweiligen Gemeinden in den Blick genommen und werden diese weiter konkretisieren.

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