„Ragfahrer“ aufgepasst: Buchstaben-Verwechsler auf einem Straßenschild in Mühldorf

Schöner schreiben: Dieses Schild in der Ledererstraße hat Leser Peter Thanner entdeckt.
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Schöner schreiben: Dieses Schild in der Ledererstraße hat Leser Peter Thanner entdeckt.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Dem Duden ist ja bekanntlich inzwischen vieles ziemlich wurscht. Da hat er in dieser Woche so schöne Wörter wie Kabelnachricht, Zehrjunge oder Kammerjungfer gestrichen. Gut, die braucht tatsächlich kein Mensch mehr, aber an ihrem Wohlklang konnte man sich beim Lesen doch recht erfreuen.

Dafür dürfen wir uns jetzt an Sprachschönheiten gewöhnen wie Tiny House (für eine schöne Wohnhütte), oder Craftbeer (wo unser Mühldorfer Weißbier doch immer schon handwerklich schön gemacht ist). Das unschöne Corona steht – dies nur am Rande bemerkt – schon länger im Duden.

Manche Wörter haben überraschenderweise überlebt, auch wenn sie kaum jemand benutzt, wie ehrpusslig oder behände. Die mussten sich allerdings vor knapp 25 Jahren der Rechtschreibreform beugen. Wann die nächste kommt, ist derzeit nicht bekannt.

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Sicher ist aber: Die Stadt Mühldorf ist darauf bereits eingestellt und passt ihre Schilder der bevorstehenden Rechtschreibreform an. Das betrifft heute schon Ragfahrer in der Ledererstraße, im nächsten Schritt dann die Wegweiser zum Huberkasten und Eisbier Unwertl. Weitere, das hat die Stadt angekündigt, folgen.

Sollte es sich auf dem Schild aber lediglich um einen Buchstabenverwechsler handeln, sei er verziehen. Denn solunge die Buchsabenverwuchsler nicht zum Regal werden, lössen sich Texta got lusen. Erst wann mun gar nächt muhr uffpusst, känntee es seun, dase koner mahrr woos versjtekj umd waiß, woerun as gllhht.

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