Das kirchliche Zusammenleben gestärkt: Pfarrer Aneder verabschiedet sich aus Buchbach

Verabschiedung im kleinen Kreis: Pfarrer Herbert Aneder (vorne Mitte) mit Vertretern der Pfarrgemeinderäte aus Buchbach, Grüntegernbach, Ranoldsberg und Walkersaich sowie der Gemeindereferentin Marina Bauer (rechts neben Pfarrer Aneder, der Pfarrverbandsvorsitzenden Margit Tafelmeier (vorne links), der Kirchenpflegerin Martha Oberwallner, (Vierte von rechts) und dem Verwaltungsleiter Christian Nieberle (vorne rechts). Rampl
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Verabschiedung im kleinen Kreis: Pfarrer Herbert Aneder (vorne Mitte) mit Vertretern der Pfarrgemeinderäte aus Buchbach, Grüntegernbach, Ranoldsberg und Walkersaich sowie der Gemeindereferentin Marina Bauer (rechts neben Pfarrer Aneder, der Pfarrverbandsvorsitzenden Margit Tafelmeier (vorne links), der Kirchenpflegerin Martha Oberwallner, (Vierte von rechts) und dem Verwaltungsleiter Christian Nieberle (vorne rechts). Rampl

Es hätte eine große Feier in Buchbach werden sollen; die Verabschiedung von Pfarrer Herbert Aneder. Nach den ersten Corona-Beschränkungen wurde sie in verkleinerter Form im Kulturhaus geplant und nach den erneuten Einschränkungen fand die Verabschiedung lediglich im kleinen Kreis statt.

Buchbach –  Vertreter der Pfarrgemeinderäte, die Vorsitzenden des Pfarrverbandes, der Kirchenverwaltung und die Kirchenpflegerin, sowie die Gemeindereferentin Marina Bauer trafen sich dazu in der Pfarrkirche.

Schon in den Wochen vorher hatte sich Pfarrer Aneder bei Verabschiedungsgottesdiensten in den Pfarreien Buchbach, Grüntegernbach, Ranoldsberg und der Kuratie Walkersaich von seinen Gläubigen, ebenfalls nur bei beschränkter Teilnehmerzahl, verabschiedet. Vielen Gläubigen und Vereinen war es damit nicht möglich, sich persönlich zu verabschieden.

Nur eine kleine Abschiedsfeier

Die kleine Abschiedsfeier in Form einer Vesper umrahmte mit besinnlichen Volksweisen die Mühlbacher Saitenmusik. Gemeindereferentin Marina Bauer zelebrierte mit passenden Gedanken, Psalmen, Impulsen und Fürbitten in besonderer Form das Verabschiedungsabendgebet.

Dabei verteilte sie am Anfang eine kleine Muschel, die es galt, bewusst als kleine Dinge des Lebens wahrzunehmen. Beim Gleichnis von den Erbsen verteilte sie sinnbildlich ein Gläschen mit Perlen, damit alle tagtäglich das Schöne entdecken können. Für die Fürbitten konnte man mit dem Auflegen von Weihrauchkörnern im Stillen seine Bitten aufsteigen lassen.

Persönliche Wünsche mit einer Perle formuliert

Dann legte jeder eine Perle in das leere Glas von Pfarrer Herbert Aneder und sprach ihm dabei persönlich seinen Dank und Wünsche für seinen weiteren Weg im neuen Pfarrverband aus; eine emotional sehr schöne Aktion.

Gemeinsam dankten die Pfarrverbandsvorsitzende Margit Tafelmeier und die Kirchenpflegerin Martha Oberwallner für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit in den vergangenen zehn Jahren und hatten auch ein passendes Geschenk. Von kirchlicher Seite wurde Aneder von Marina Bauer und Christian Nieberle nicht nur mit einem Geschenkkorb, sondern auch mit der „Pfarrergedankenmaschine“ vom Ordinariat verabschiedet. Dazu wurde er verkabelt und sollte sich auf Fragen nur seine Gedanken machen, die dann der Automat wiedergab. Dies belustigte Pfarrer Aneder, der selbst immer für einen Scherz bekannt ist. So lachte er herzlich über die Antwort des Automaten auf die Frage, was er sich bei der Vorstellung vor zehn Jahren in Buchbach dachte. Der Automat stimmte nämlich das Lied der EAV „Ich bin der Märchenprinz“an. Verwaltungsleiter Christian Nieberle verglich Pfarrer Aneder mit einem kleinen Sorgenfresser, denn Aneder hat für alle Gläubigen stets Hilfe und Rat parat.

Vor zehn Jahren in Buchbach gelandet

Pfarrer Herbert Aneder wurde fast genau vor zehn Jahren in einer feierlichen Zeremonie von Dekan Robert Heimerl in der Pfarrei Buchbach als Pfarradministrator der Pfarreien Grüntegernbach, Ranoldsberg und der Kuratie Walkersaich vorgestellt, wozu ihm stellvertretend für alle Kirchen im gesamten Pfarrverband der Schlüssel übergeben wurde. Dazu stelle Aneder fest, für ihn sei es wichtig, dass er „den passenden Schlüssel zu den Herzen der Menschen im gesamten Pfarrverband“ finde. Es sei für ihn von entscheidender Bedeutung, dass er vom Pfarrverband als Pfarrer angenommen werde und für lange Jahre gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden könne. Der Schlüssel sei zudem nicht nur ein Gerät, um Kirchen oder symbolisch auch die Herzen der Menschen aufzusperren, sondern der Schlüssel sei Christus selbst, als Weg und Wegbereiter zu Gott. Viele Herzen der Menschen hat er im Pfarrverband Buchbach erreicht, in einem großen, nicht immer einfachen Pfarrverband mit Grund- und Mittelschule, Kindergarten und renommierter Bücherei, mit vielen unterschiedlichen Sichtweisen, die sich gerade über Gemeinde-, Landkreis- und sogar Bezirksgrenzen ausdehnten. Dies galt es, unter einen Hut zu bringen.

Pfarrer Aneder war immer für eine Überraschung gut

Rückblickend kann man sagen, dass Pfarrer Aneder einiges unter einen Hut gebracht hat. Nicht nur mit seinen launigen Predigten, sondern auch durch ausgefallene Gottesdienste, wie seinem legendären Auftritt mit dem Fahrrad im Gottesdienst zur Fahrzeugweihe. Die Sternwallfahrten zum Zellbrünnl am Dreifaltigkeitssonntag stärkten nicht nur das kirchliche Zusammenleben, sondern auch das gesellschaftliche Leben.

In seine Zeit fielen auch der Bau der Kinderkrippe des Kindergartens St. Monika und die Planungsphase des Umbaus der Ranoldsberger Schule zu einem Landkindergarten. In Erinnerung bleiben auch seine Auftritte beim Fasching der Frauenrunden, seine Einführung des Neujahrsempfangs des Pfarrverbands mit der Marktgemeinde Buchbach, sowie die ökumenischen Gottesdienste.

Pfarrer Aneder hat Spuren hinterlassen

Pfarrer Herbert Aneder hat Spuren hinterlassen, war stets zugänglich, für einen Spaß offen und gelegentlich sogar kumpelhaft. Daher wünschten ihm bei der kleinen Abschiedsfeier alle in seiner neuen Wirkungsstätte in Großkarolinenfeld Gottes Beistand und Menschen, die ihn mit offenen Herzen aufnehmen werden.

Ein Höhepunkt in der Gottesdienstgestaltung war seine Radlfahrt in der Kirche und die Fahrzeugweihe mit dem Bobbycar
Auftritt von Pfarrer Aneder beim Frauenfasching als Wildecker Herzbuben mit Bürgermeister Thomas Einwang.

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