CSU-Mehrheit im Kreistag schrumpft

221 von 229 Stimmbezirkenwaren bei Redaktionsschluss ausgezählt. Der Trend ist deutlich. Die CSU hat die Mehrheit, braucht zur Durchsetzung ihrer Politik aber Partner aus anderen Parteien. Landratsamt

Mühldorf. – Die Auszählung war zu Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen, ein klarer und stabiler Trend bei der Zusammensetzung des Kreistags zeichnete sich aber ab: Neun Parteien und Gruppierungen haben den Einzug in den Kreistag geschafft: CSU, Grüne, AfD, SPD, FDP, UWG, WGW, ÖDP und die Linke/Die Partei.

Zum Vergleich: Im letzten Kreistag waren es nur sieben.

Heimerl mussBündnisse schmieden

Dabei konnte sich die CSU zwar als stärkste Kraft behaupten, hat gegenüber der Wahl von vor sechs Jahren aber voraussichtlich nochmals fünf Sitze verloren (2014: 28). Das bedeutet auch für den neuen Landrat Maximilian Heimerl (CSU), dass er sich ständig neue Mehrheiten suchen muss.

Damit haben sich die Wähler bei der Kreistagswahl auffällig anders verhalten als bei ihrer Entscheidung für den Landrat. Das Rennen entschied Heimerl mit 50,1 Prozent zwar knapp, aber überraschenderweise doch im ersten Wahlgang für sich. Er hatte fünf Mitbewerber, von denen aber keiner auch nur in die Nähe der erhofften Stichwahl kommen konnte.

Trotz dieser großen Zustimmung haben die Wähler ihm im Kreistag also jetzt die Aufgabe gestellt, wechselnde Mehrheiten und Bündnispartner für seine Arbeit ab 1. Mai zu finden.

Offen war nach der Auszählung von 221 der 229 Wahlbezirke zu Redaktionsschluss, wer sich hinter der CSU positionieren würde. UWG (15 Prozent) und Grüne (13) lagen mit neun und acht Sitzen fast gleichauf. Während sich die UWG mit leichten Verlusten trotz des ambitionierten Auftretens ihres Spitzenkandidaten zu den Verlierern zählen muss, dürfen sich die Grünen über einen Zuwachs von gut vier Prozentpunkten freuen.

Nahezu gleich auf die anderen: WGW, AfD und SPD ziehen vermutlich mit je fünf Mandatsträgern in den Kreistag ein. Damit werden die beiden unabhängigen WGW und UWG, die gemeinsam Ulli Maier als Landratskandidat gestützt haben, zweitstärkste Kraft. FDP (2), ÖDP (2) und Linke (1) komplettieren den Kreistag.

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