Corona-Tests im Putenschlachthof Ampfing: Gesundheitsamt gibt Entwarnung

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Alle Abstriche auf das Coronavirus bei den Mitarbeitern des Putenschlachthofes in Ampfing waren negativ (Symbolfoto).

Die im Putenschlachthof in Ampfing durchgeführten Corona-Tests waren alle negativ. Insgesamt wurden 577 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getestet. Damit gibt es in beiden Schlachthöfen in Ampfing und Waldkraiburg keine großen Problme mit Coroa-Fällen. Landrat Max Heimerl ist darüber sehr erleichtert.

Mühldorf – Bis auf einzelne Nachtestungen sind die Reihentestungen an den beiden Schlachthöfen im Landkreis Mühldorf abgeschlossen. Insgesamt wurden an beiden Betrieben vergangene Woche Abstriche von 1027 Personen genommen. Davon waren wie bereits berichtet lediglich zwei positiv. Nun liegen auch die Ergebnisse der Reihentestung am Putenschlachthof in Ampfing vor: Von den 577 getesteten Mitarbeitern waren alle Laborbefunde negativ. Die beiden Schlachthöfe im Landkreis Mühldorf schlachten Rinder in Waldkraiburg und Puten in Ampfing.

Tests waren logistischen Herausforderung

Landrat Max Heimerl zeigte sich erleichtert, dass die Tests fast alle negativ ausgefallen sind und bedankte sich bei allen Beteiligten für die zügige und reibungslose Abwicklung der Reihentestung: „Die Testung so vieler Personen in so kurzer Zeit ist eine enorme komplexe und logistische Herausforderung. Dies zu stemmen war nur möglich, da die Betriebe und das Landratsamt sehr kooperativ zusammengearbeitet haben.“

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Zusammen mit dem Gesundheitsamt wurde ein Konzept zur Durchführung der Reihentestung erstellt. Alle Daten wurden zeitnah und lückenlos der Behörde zur Verfügung gestellt. „Die Reihentestung war sehr gut vorbereitet, mit dem Betrieb abgestimmt und lief deshalb sehr geordnet ab. Nur so war es möglich, so viele Personen in dieser Zeit zu testen“, zog der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Benedikt Steingruber eine Bilanz über die Arbeit der vergangenen Woche. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um bei positiven Testergebnissen schnell reagieren zu können und die Betroffenen zu isolieren.

499 bestätigte Fälle im Landkreos

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 499 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 466 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei sechs , davon werden drei stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 1,7.

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Unterkünfte sind das Problem

Grundsätzlich gelten in der Lebensmittelindustrie strenge Vorgaben, was hygienische Standards angeht – das betont Jörg Feldmann, Sprecher der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schlachthöfen müssen Masken, Handschuhe und Schutzkleidung tragen. Das besagen die Vorschriften. Und die mussten auch vor Ausbruch des Corona-Virus eingehalten werden, heißt es beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Denn gerade im Zusammenhang mit Lebensmitteln – insbesondere Fleisch – müssen strenge Hygienestandards eingehalten werden, um eine Kontamination, etwa mit Noro-Viren, Salmonellen oder anderen Keimen, zu verhindern.

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Als ein Grund für die rasche Ausbreitung des Virus werden die Unterkünfte vieler Mitarbeiter genannt. Die Zustände in diesen Sammelunterkünften werden seit langem immer wieder bemängelt. Ein Problem dabei sind dabei vor allem die Strukturen. Die Arbeitskräfte stammen häufig aus Osteuropa und sind nicht etwa beim Betrieb selbst angestellt, sondern werden von Subunternehmern angeheuert. Diese Subunternehmer stellen auch die besagten Unterkünfte zur Verfügung. Meist sind das Sammelunterkünfte, in denen sehr viele Menschen auf engem Raum leben.

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