Corona-Ausnahmezustand beendet: Klinik Mühldorf wird wieder ein normales Krankenhaus

Klinik Mühldorf Corona
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Rückkehr zum normalen Krankenhausbetrieb, zu dem auch wieder Operationen gehören. Die Covid-Klinik Mühldorf ist wieder ein Allgemeinkrankenhaus. Den Alltag prägt Corona aber weiterhin.

Nach zehn Wochen kehrt die Corona-Klinik Mühldorf wieder in den Normalbetrieb zurück. Notaufnahme, Stationen und Operationssäle stehen für einen regulären Klinikbetrieb bereit – auch wenn Corona einen ganz normalen Alltag weiter verhindert.

Mühldorf - Das Krankenhaus Mühldorf kehrt in den Normalbetrieb zurück. Wie die Klinikleitung mitteilt, sind ab sofort wieder die Notaufnahme und die anderen Stationen im Normalbetrieb.Damit werden auch wieder planbare Operationen und Noteingriffe möglich.  Das Mühldorfer Klinikum hatte sich während der Corona-Pandemie auf die Behandlung Infizierter in den Landkreisen Mühldorf und Altötting spezialisiert.  

Hygiene-Konzept Mühldorfer Klinik

Da die Bedrohung durch das Corona-Virus weiterhin besteht, hat das die Leitung des Inn-Klinikums nach eigenen Angaben ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept für das Krankenhaus Mühldorf erarbeitet. So gebe es eine strikte Trennung zwischen den Bereichen, in denen Corona-Verdachtsfällen behandelt werden, und allen anderen Kranken und Besucher. 

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Diese Trennung zieht sich nach Angaben von Medizinvorstand Dr. Wolfgang Richter konsequent von der Notaufnahme bis auf die Stationen durch. „Auch das Personal arbeitet nur in einem dieser Bereiche, ohne zu wechseln“, betonte Richter. So soll eine Übertragung des Virus in der Klinik verhindert werden. 

Weiterhin Maskenpflicht im Mühldorfer Krankenhaus

Bereits seit Mitte März gilt in beiden Krankenhäusern eine Maskenpflicht für Patienten und Besucher. Das medizinische Personal trägt in allen Bereichen im Kontakt mit Patienten eine persönliche Schutzausrüstung nach den Richtlinien des Robert Koch-Institutes.

„Grundsätzlich wird bei jedem stationären Patienten ein Rachenabstrich auf eine mögliche Corona-Infektion durchgeführt“, erklärte Richter. „Bei geplanten Behandlungen geschieht dies bereits im Vorfeld, bei Notfällen in der Notaufnahme.“

Ampelsystem für verständliche Patienteninformation

Das Inn-Klinikum hat ein System entwickelt, um spezielle Sicherheits- und Isolationsbereiche zu markieren. Dabei kommt die sogenannte „Infektionsampel“ zum Einsatz. Die unterschiedlichen Bereiche der Klinik sind für die Patienten und Besucher mit den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün deutlich sichtbar gekennzeichnet.

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In den grünen Bereichen werden alle risikolosen Patienten behandelt. Das sind Patienten, die mit einem negativen Covid-Test und ohne Symptome in die Klinik kommen. 

Isolation für Verdachtsfälle

Um sicherzustellen, dass diese Patienten tatsächlich nicht infiziert sind, füllen Klinikmitarbeiter vor jeder Patientenaufnahme telefonisch mit dem Patienten einen Anamnese-Bogen aus. In der grünen Zone können sich die Patienten, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen, frei bewegen. Patienten, die ein erhöhtes Risiko für eine, auch unerkannte, Covid-Infektion haben, werden im gelben Bereich der Kliniken versorgt. Hier befinden sich unter anderem Patienten, deren Abstrichergebnis noch aussteht, wie zum Beispiel Notfallpatienten.

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Die Patienten befinden sich in Einzelzimmern und werden so lange isoliert, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Mit der Rückkehr zum Normalbetrieb enden die langen Wochen, in denen das Mühldorfer Krankenhaus die Coronaklinik des Inn-Klinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting war. Am 17. März hatte die Klinikleitung diese Spezialisierung bekannt gegeben.

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