Corona-Hotspot: Ab heute gilt eine verschärfte Ausgangssperre

Mühldorf. – Ab heute ist der Landkreis Mühldorf Corona-Hotspot.

Das hat das Landratsamt gestern um kurz vor 18 Uhr erklärt. Es reagierte damit auf die neuerliche Überschreitung der 200er-Marke bei Neuinfektionen binnen sieben Tagen und 100 000 Einwohnern. Mit 52 neuen Fällen reißt der Landkreis diese Marke, nachdem er zuletzt darunter lag. Damit gilt die bayerische Hot-Spot-Regelung.

Kernpunkt ist eine Ausgangssperre zwischen 21 und fünf Uhr, die nur in wenigen, dringenden Gründen durchbrochen werden darf. Gesellige Treffen im privaten Kreis sind damit nicht mehr möglich.

Die neuen Regelungen haben auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Ab der Jahrgangsstufe acht gilt ab heute Distanzunterricht, auch für die Jahrgangsstufe elf der Gymnasien. Ausgenommen sind die letzten Jahrgangsstufen der jeweiligen Schulart und die Förderschulen. Die Berufsschulen gehen sogar mit allen Klassen in den Distanzunterricht, das gilt auch für die Abschlussklassen. Sportunterricht findet bis zum letzten Schultag vor den Weihnachtsferien am 18. Dezember in allen Jahrgangsstufen nicht statt. Derzeit gibt es 324 aktive Fälle.

Erneut sind zwei Menschen an Corona gestorben, die Zahl der Toten liegt damit bei 43 seit dem Ausbruch Anfang März. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 207,13.

Die Situation im Inn-Klinikum bleibt unverändert, in Altötting, Mühldorf und Burghausen liegen 99 Corona-Patienten. Nach Angaben der Klinikleitung werden wie gestern neun Menschen beatmet, 16 Beatmungsbetten gibt es. In den Kliniken gelten weiter eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten. Ab dem vierten Tag dürfen Patienten einmal täglich von der immer gleichen Person besucht werden. Corona-Patienten sind isoliert und dürfen nicht besucht werden. hon

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