Corona bremst Familienpaten aus

Kinderschutzbund-Vorsitzende Catrin Henke (links) und Monika Meyer, Koordinatorin der Familienpaten, bieten betroffenen Familien Hilfe per Telefon oder E-Mail. Stettner

Mühldorf –. Gerade jetzt wären sie so wichtig – die Familienpaten des Kinderschutzbundes Mühldorf/ Waldkraiburg.

Die Organisation erlebt nicht nur die positiven Seiten des Familienlebens.

Als „Familie zu leben und Kinder großzuziehen, ist eine große Herausforderung. Für viele Familien wird es erschwert durch Faktoren wie Armut, Krankheit, Belastungen in der Schule, beengte Wohnverhältnisse, Isolation, Trennung, Scheidung oder andere Probleme“, sagt Monika Meyer. Sie ist für die Koordination der Familienpaten zuständig.

„In den letzten Jahren konnten wir bereits erfolgreich Familien mit Familienpaten unterstützen.“ Der Bedarf nach dieser Hilfe wird aus Sicht des Kinderschutzbundes mehr. Familienpatenschaften sind zeitlich begrenzte Unterstützungsangebote. Die Paten widmen sich Familien in einem eingegrenzten Bereich, welcher vorher mit der Familie vereinbart wird.

Malaktion gegendie Langeweile

Einmal pro Woche besuchen die Paten die Familie für zwei bis drei Stunden. Sie spielen mit den Kindern, helfen bei den Hausaufgaben oder bei Alltagsentscheidungen. „Wichtig ist oftmals, einfach da zu sein und zuzuhören“, sagt Meyer. Jetzt durch die Quarantäne und der damit verbundenen Isolation der Familien steigt die Überforderung und Belastung. Da derzeit die Paten nicht in die Familien kommen dürfen, bleibt nur der Weg über das Telefon. Wer hier Bedarf hat, kann die Koordinatoren unter der Telefonnummer 0 86 36/9 86 75 00 oder auch per E-Mail an info@kinderschutzbund-muehldorf.de für Fragen und Gespräche erreichen.

Auch auf der Internetseite und auf Facebook bietet der Kinderschutzbund hilfreiche Links für Familien, wie Tipps für Kinder, gegen Langeweile sowie für die „Schule daheim“. Auch Unterstützung beim Lernen durch Lerntrainer, telefonisch oder per E-Mail, findet sich dort. Zum Thema Corona bietet der Kinderschutzbund eine Malaktion an: Kinder sind aufgefordert, sich zu überlegen, was ihnen daran gefällt, dass im Moment alle daheimbleiben müssen. Auch über das, was sie daran stört, sollen sie nachdenken. Dann geht es ans Malen eines Bildes. Dieses ist mit Namen, Adresse und Alter bis Donnerstag, 30. April per Post an den Kinderschutzbund Mühldorf e.V., Zangberger Straße 2, 84539 Ampfing oder per E-Mail an info@kinderschutzbund-muehldorf.de zu senden.

Unter allen Einsendern verlost der Kinderschutzbund Gutscheine für den Wildpark Oberreith. Die Bilder werden im Internet veröffentlicht. stn

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