Clowns finden in der Not wieder zusammen

Das Clown-Theater Pepela zeigt, wie schnell sich das Leben mit Abstand verändern kann: (von links) Alexander Strauß, Stefan Knoll und Andreas Schantz.
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Das Clown-Theater Pepela zeigt, wie schnell sich das Leben mit Abstand verändern kann: (von links) Alexander Strauß, Stefan Knoll und Andreas Schantz.

Ampfing – In der Grundschule Ampfing gastierte das Clown-Theater Pepela mit den vier Clowns Stefan Knoll aus Oberbergkirchen, Andreas Schantz aus Ebersberg sowie Georgia Huber und Alexander Strauß aus München.

Möglich war die Veranstaltung, weil in der großen Schweppermannhalle die Hygieneregeln eingehalten werden können.

Drei Vorstellungen vor Klassengruppen fanden statt. Die Schauspieler durften ohne Masken spielen, da sie am Tag zuvor negativ auf Corona getestet worden waren.

Die Premiere von „Pi mal Daumen“ widmet sich dem Thema Corona. Die Produktion wurde durch das Stipendium „Reload“ der „Kulturstiftung des Bundes“ möglich gemacht. Die Schauspieler befassen sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Pandemie, ihren Auswirkungen und dem Umgang mit dem Virus. In „Pi mal Daumen“ treffen sich die Freunde Edi, Ecki, Medi und Pi am Dorfplatz, spielen Musik und tanzen. Ihre Welt gerät ins Wanken, als Edi eines Tages aus unerklärlichen Gründen nicht mehr dabei sein kann. Aus seiner Perspektive wird erzählt, wie durch den Wandel der Zeit Gemeinschaft aufbricht und geprüft wird.

Jeder ist plötzlich auf sich gestellt, wird Opfer, Täter, Mitläufer oder bleibt bei sich. Bald wird deutlich: Der ungewohnte Umgang mit Macht macht schnell ohnmächtig oder einsam. Erst die gemeinsame Not lässt die Freunde wieder zueinanderfinden.

Die Künstler konzipierten zwischen 2010 und 2018 mehrere Clown-Shows für den Verein „Clowns ohne Grenzen“, die in Georgien, Indien, der Türkei und im Irak aufgeführt wurden. Das gut einstündige Stück bekam großen Applaus der Schüler, die im Anschluss noch Zeit für Meinungen und Fragen hatten. stn

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