Chaos in der Schülerbeförderung war Thema im Gemeinderat Kraiburg

Mittelschüler aus dem Gemeindebereich Kraiburg durften in dieser Woche wegen des frühen Unterrichtsendes ausnahmsweise mit dem Schulbus des Schulverbands Taufkirchen-Oberneukirchen Richtung Heimat fahren.
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Mittelschüler aus dem Gemeindebereich Kraiburg durften in dieser Woche wegen des frühen Unterrichtsendes ausnahmsweise mit dem Schulbus des Schulverbands Taufkirchen-Oberneukirchen Richtung Heimat fahren.

Das Chaos bei der Schülerbeförderung am ersten Schultag in Kraiburg machte Markus Huber (UWG) zum Thema im Gemeinderat. „Was war da los?“, wollte Huber wissen.

Kraiburg – Um 11.20 Uhr habe in allen Klassen der Grundschule der Unterricht geendet. „Um 12.15 Uhr war immer noch kein Bus da. Und die Eltern haben sich gefragt: Wo sind unsere Kinder?“

Panne in der Kommunikation

Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU), die am ersten Schultag zufällig selbst wegen einer Besprechung vor Ort war, konnte die Sache aufklären. Das ganze war wohl eine Kommunikationspanne zwischen Schule und Busfahrer, beziehungsweise Busunternehmen. Der Bus, der Ensdorf und Frauendorf bedient, ist deshalb zu spät gekommen. Für die folgenden Tage konnte sie bereits wieder Entwarnung geben.

Mittelschüler saßen in Trospeding fest

Ein größeres Problem tut sich bei der Beförderung von Mittelschülern aus dem Gebiet der Marktgemeinde auf, die die Diesel-Mittelschule in Waldkraiburg besuchen. Auch das wurde am ersten Schultag deutlich.

An der Mittelschule endete der Unterricht nämlich ebenfalls zwei Schulstunden früher. Und etwa ein Dutzend Kinder aus der Marktgemeinde, die eigentlich mit dem Linienbus um 13 Uhr fahren müssten, stiegen in den Bus des Schulverbands Taufkirchen-Oberneukirchen ein, der sie kulanterweise mitnahm. Bei Trospeding war für sie Endstation. Denn dort gab es keinen Anschluss.

Übergangsregelung mit früheren Zubringerbus

Das Problem: Der Linienbus fährt nach Fahrplan immer um 13 Uhr. Einen separaten Ersatzbus kann die Gemeinde, die für die Beförderung der Mittelschüler zuständig ist, aus finanziellen Gründen nicht stellen. Für die abgelaufene Woche, in der jeweils um 11.20 Unterrichtsschluss war, habe man eine Übergangsregelung gefunden, so Bürgermeisterin Petra Jackl.

Die betroffenen Schüler durften mit dem Taufkirchner Bus mitfahren. Der Zubringerbus, der sie in der Früh sammelt und mittags verteilt, stand zwei Schulstunden früher in Trospeding, um die Kinder heimzufahren. „Diese Regelung geht nur, wenn an der ganzen Schule der Unterricht früher endet“, betont Jackl.

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Sie verweist darauf, dass auch Realschüler und Gymnasiasten, für deren Beförderung der Landkreis zuständig ist, in Waldkraiburg warten müssen, wenn der Unterricht mal früher endet. Die Bürgermeisterin hofft auf eine enge Zusammenarbeit mit der Schule, und zeitnahe Information über schulweite Veränderungen bei den Unterrichtszeiten, damit Gemeinde und Busunternehmen darauf reagieren können. hg

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