Carsharing auch für Ampfing: Gemeinderat stimmt Kooperation zu

Mehr Mobilität für Ihre Bürger möchte die Gemeinde Ampfing mit einem Carsharing-Projekt erreichen. DPA
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Mehr Mobilität für Ihre Bürger möchte die Gemeinde Ampfing mit einem Carsharing-Projekt erreichen. DPA

Mehr Mobilität auch ohne eigenes Auto. Möglich macht dies das Carsharing-Projekt des Vereins Landmobile, an dem sich auch die Gemeinde Ampfing beteiligt.

Ampfing – Die Gemeinde Ampfing wird sich am Carsharing-Projekt des Vereins Landmobile beteiligen. Dieses wurde der Gemeinde vom Landratsamt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vorgestellt.

Der Verein Landmobile will die Elektromobilität in der Region vorantreiben u nd deren Vorteile einer breiten Öffentlichkeit bekanntmachen. Behörden oder Ärzte sollen besser erreichbar sein, vor allem für Ältere oder Jugendliche ist es reizvoll, sich am Projekt des „Autoteilens“ zu beteiligen. Man besitzt – noch nicht oder nicht mehr – kein eigenes Auto, sondern leiht sich dieses bei Bedarf aus.

Einheitliche Buchungsplattform

Die Fahrzeuge von landmobile sind Leasingautos, Ladesäulen würde diese Organisation, falls gewünscht und noch nicht vorhanden, aufbauen. Eine Analyse des örtlichen Bedarfs könnte durchgeführt werden, verursacht aber Extrakosten. Außerdem steht eine einheitliche Buchungsplattform zur Verfügung. Die Förderquote durch die Staatsregierung ist mit 80 Prozent sehr hoch, auf die Gemeinde würden überschaubare Kosten zukommen, die in einem Bereich zwischen 3000 und 5000 Euro liegen würden. Die Minimalbindung für die Teilnahme am Carsharing beträgt drei Jahre.

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Christian Felbinger (UWG) wollte wissen, ob auch Stefanskirchen und Salmanskirchen beteiligt sein würden, was Bürgermeister Josef Grundner (CSU) bejahte.

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Josef Grundner schlug vor, bei Zustimmung durch den Gemeinderat mit dem Projekt in Ampfing zu starten. Am Rathaus gebe es Parkmöglichkeiten und eine Ladesäule. Rainer Stöger (Grüne) sieht für das Projekt eine lange Anlaufzeit voraus, erst wenn das eigene Auto kaputt oder zu alt ist, werde diese Möglichkeit genutzt werden. Dennoch sehe er dies als eine finanziell günstige Möglichkeit an, in anderen Gemeinden laufe das Projekt gut.

Eine Gegenstimme zum Projekt

Helga Kaiser (SPD) erinnerte an die bereits existierende Nachbarschaftshilfe, die ja auch zum Beispiel Fahrdienste leiste. Florian Denk äußerte Bedenken und fragte: „Wer kümmert sich um das Auto? Wer betankt es? Wer säubert es?“

Gabi Herian fand die Diskussion unergiebig, für sie stelle sich die Frage: „Probieren wir es oder nicht?“ Die Mehrheit will es probieren: Mit einer Gegenstimme votierten alle Gemeinderatsmitglieder für das Carsharing.

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