Carolin Handel hat viel vor

Carolin Handel kümmert sich als neue Geschäftsführerin beim Zweckverband Erholungs- und Tourismusregion Inn-Salzach um den Fremdenverkehr im Landkreis. Foto sb
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Carolin Handel kümmert sich als neue Geschäftsführerin beim Zweckverband Erholungs- und Tourismusregion Inn-Salzach um den Fremdenverkehr im Landkreis. Foto sb

Mit Carolin Handel hat der neu gegründete Zweckverband Erholungs- und Tourismusregion Inn-Salzach eine neue Geschäftsführerin. Sie ist für das Fremdenverkehrsmarketing in den Landkreisen Mühldorf und Altötting verantwortlich.

Mühldorf - Vier Teilbereiche des Fremdenverkehrs stehen bei der 38-jährigen gebürtigen Schwäbin, die mit ihrem Partner und dem gemeinsamen Sohn in Kraiburg wohnt, im Mittelpunkt. Als Tourismuschefin soll sich die studierte Kulturwissenschaftlerin um den Radtourismus, Wallfahrt und Spiritualität, Natur- und Landerlebnis sowie den Städte- und Geschäftstourismus kümmern.

Carolin Handel war neun Jahre Marketingleiterin bei den Adelholzner Alpenquellen und hat in dieser Zeit die Marke in Deutschland und Europa bekannt gemacht. Sie hat sich auf die Stelle beworben, weil sie eine neue Herausforderung suchte. Der Vertrag für die Kraiburgerin, die ihr Büro im Landratsamt in Altötting bezogen hat, ist auf zwei Jahre befristet und läuft über das Leaderprojekt der Europäischen Union.

Die neue Geschäftsführerin hat sich viel vorgenommen. Sie will mit allen relevanten Gruppen und Interessenvertretern im Bereich der Tourismusbranche sprechen und ihre Ideen einbringen. "Wichtig ist mir, dass sich jeder einbringen kann und soll. Ich sehe mich als Netzwerkerin und es gibt in beiden Landkreisen viele Projekte und Punkte, auf die wir aufbauen können", sagte Handel.

Ihr ist bewusst, dass es in beiden Landkreisen sehr unterschiedliche Schwerpunkte im Tourismusbereich gibt. Wallfahrt und Spiritualität ist ein Schwerpunkt in Altötting und Marktl. Der Rad- und Städtetourismus ist im Landkreis Mühldorf ein wesentlicher Bestandteil der Tourismusbranche. "Alle Beteiligten sollten zusammenarbeiten und die Marke Inn-Salzach am Markt besser positionieren", erklärt die Geschäftsführerin.

Sie will die Besucher- und Übernachtungszahlen in beiden Landkreisen steigern. Dazu sollen auch neue Produkte entwickelt werden. "In den Städten Mühldorf und Waldkraiburg wäre eine engere Verzahnung des hervorragenden Kulturangebots mit dem Städtetourismus eine Überlegung wert", ist sich Handel sicher.

Handlungsbedarf sieht sie auch im Bereich der Erholungsangebote. Dieser Bereich soll auch in der Region bekannt gemacht werden. Die Kraiburgerin sieht im "Urlaub auf dem Bauernhof" noch Luft nach oben. "Es gibt in beiden Landkreisen ein breites Fundament auf dem weitere Ideen aufgebaut werden können. Ich will einen engen Kontakt zu diesen Organisationen wie Bauernland Inn-Salzach halten", erklärt Handel.

Sie strebt ebenfalls die Überarbeitung des Online-Auftritts und der Werbebroschüren an. Weiter entwickeln will sie auch die Radwanderkarte für die beiden Landkreise. Prüfen will sie, ob eine Zusammenarbeit mit anderen Tourismusverbänden in der Region möglich ist.

Bereits im April soll das Thema Markenbildung auf die Agenda. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Marketingbeirat des Zweckverbandes soll die Marke Inn-Salzach definiert werden und wie man den Aufenthalt in beiden Landkreisen zu einem Erlebnis machen kann. sb

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