Bunter Lichtblick in Quarantäne - Kostüme aus Mühldorf feiern bei The Masked Singer Thriumphe

Die Lieblingsmaske der Macherin: Der Drache. DPA/Picture Alliance
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Die Lieblingsmaske der Macherin: Der Drache. DPA/Picture Alliance
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Zum dritten Mal gehen am Dienstag, den 24. März, Sänger in aufwändigen Masken bei „The Masked Singer“ von Pro Sieben auf die Bühne in Köln. Vom Rampenlicht unbemerkt, sorgen die Mühldorfer Gewandmacherin Alexandra Brandner und ihr Team dafür, dass die Kostüme perfekt sitzen.

Mühldorf/Köln - Bei „The Masked Singer“ bei Pro Sieben ist Show-Time: Das Chamäleon gilt als Entertainer unter den maskierten Sängern. Es hüpft, tanzt und springt über die Bühne - und am Ende hängt sein Schwanz etwas windschief im Rampenlicht. Applaus, kurze Pause, ein anderer Sänger und dann ist das Chamäleon zurück auf der Bühne. Und wie von Geisterhand befestigt, hängt der Schwanz wieder gerade und stabil.

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„Ja“, lacht Alexandra Brandner, „so war das. Die haben uns das Kostüm gebracht und wir haben ihn ganz schnell wieder befestigt.“ Zusammen mit ihrer Maskenbauerin Marianne Meinl und einem kleinen Team ist Brandner in Köln, um die Kostüme und Masken zu pfegen, die sie in Mühldorf gebaut haben.

Ein Drache, der die Menschen bewegt

Die Göttin, der knuffige Wuschel, der Drache, Brandners Lieblingskostüm: extrem aufwendige Masken, in deren Bau die Damen in den letzten Monaten etxtrem viel Arbeit und Energie gesteckt haben. Der Aufenthalt in Köln ist nur der letzte Teil, einer langen und anstrengenden Zeit.

Tausende Pallieten, alle von Hand angenäht: Alexandra Brandl (links) und Marianne Meinl mit dem Kostüm des temperamentvollen Chamäleons. Privat

Vor allem der Drache erfreue sich bei den Zuschauern großer Beliegtheit, sagt Brandner, „die Figur bewegt etwas in den Menschen.“ Von dem Lob, dass sie und ihre Mitstreiterinnen dafür bekommen, bekommt sie nicht viel mit. Und noch eins bleibt ihnen verborgen: „Wir wissen nicht, wer da drin steckt.“

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Wie ganz Deutschland stehen auch die Frauen aus Mühldorf und die ganze Sendung im Zeichen von Corona. Im Studio bei der Live-Aufzeichnung sind nur Moderator Matthias Opdenhövel, die Sänger und drei Juroren. Die Publikumsplätze sind leer, der Applaus kommt aus der Konserve. Brandner und ihr Team sitzen in einem Raum hinter der Bühne, klar getrennt von den maskierten Sängern.

Wenn sie nicht arbeiten, sitzen Brandner und ihr Team im Hotel fest, sie halten sich fest an Ausgehregeln, die in Köln aber bis zum Wochenende eher lax gehandhabt wurden. „Unten am Rhein ist alles voll“, erzählt sie kopfschüttelnd und will wissen, wie es im Landkreis steht. Die Zahlen der Inzierten - 38 waren es am Sonntagabend - erschreckt sie.

Ablenkung von Corona

Zugleich ist Brandner froh, dass es die Sendung gibt, gerade jetzt. „Ich hoffe, dass wir dazu beitragen können, dass den Leuten nicht die Decke auf den Kopf fällt.“

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The masked singer, Dienstagabend um 20.15 Uhr bei Pro Sieben.

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