Bürgermeisterin Marianne Zollner fordert für Mühldorf eine zweite Innbrücke

Bürgermeisterin Marianne Zollner bei der ersten Bürgerversammlung im Jettenbacher Hof in Altmühldorf. Bauer
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Bürgermeisterin Marianne Zollner bei der ersten Bürgerversammlung im Jettenbacher Hof in Altmühldorf. Bauer
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    vonJosef Bauer
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In der ersten Bürgerversammlung im Jettenbacher Hof in Altmühldorf zog Bürgermeisterin Marianne Zollner eine positive Bilanz der Arbeit im vergangenen Jahr. „Mühldorf geht es sehr gut“, stellte sie fest. Sie sprache Themen wie Kinderbetreuung, Wachstum, Parkplätze und Klimaschutz an - und eine zweite Innbrücke

Mühldorf– Zollner machte deutlich, dass die Stadt die Ostumfahrung und eine zweite Innbrücke brauche. Sie hob hervor, dass die Vorarbeiten dafür laufen und mit der kleinen Ostumfahrung der erste Schritt unternommen worden sei. Weiter in der Planung seien die Parkhäuser am Zentralparkplatz und an der Ahamer Straße. Umgesetzt würden in der Adolf-Kolping-Straße eine Linksabbiegespur und in der Bürgermeister Hesss-Straße eine Geradeausspur, In der Töginger Straße soll ein Geh- und Radweg entstehen und die Unterführung am Bahnübergang in die Hartgasse gebaut werden.

Zentrales Thema beim Verkehr war der Öffentliche Personennahverkehr, der mit dem neuen Stadtbuskonzept gefördert werden soll, Jugendliche bis 16 Jahre sollen umsonst mit dem Stadtbus fahren können.

Zweite Innbrücke nötig

Besonders hob die Bürgermeisterin die Leistungen der Stadt beim Klimaschutz hervor. „Die Stadt habe in den letzten Jahren 42 000 Quadratmeter Blühflächen angelegt. Auf den städtischen Grundstücken werde kein Glyphosat verwendet. „Dies gilt auch für Flächen, die die Stadt verpachtet hat“, stellte Zollner heraus. Die Stadt verbrauche zu 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft und habe 29 Hektar ökologische Ausgleichsflächen.

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„Mühldorf hat in den letzten vier Jahren 20 Millionen Euro in Kinderkrippen, Kindergärten und den Ausbau der Schulen investiert“, sagte Zollner. „Diese Mittel sorgen dafür, dass unsere Kinder, die Gott sei Dank wieder mehr werden, gut untergebracht sind.

In der Stadt gibt es zehn Kindergärten und fünf -krippen. Heuer besuchen insgesamt 149 Kinder die Kinderkrippen. Dies bedeutet laut Zollner einen weiteren Anstieg der Betreuungszahlen.

Künftig, so die Bürgermeisterin, werde in den Kindergärten mit einem steigenden Bedarf gerechnet, da mehr Kinder aus der Krippe in die Kindergärten wechseln würden. Um den hohen Bedarf zu decken, werde ein neuer Kindergarten an der Ahamer Straße errichtet.

Kinderhort entsteht in der Grundschule Mühldorf

Der Kinderhort der Arbeiterwohlfahrt ist im Gebäude Stadtplatz 58 angesiedelt. Die Stadt erweitert derzeit die Grundschule Mühldorf, in der auch Räumlichkeiten für den Kinderhort geschaffen werden. Nach Fertigstellung im Jahr 2020 zieht der Kinderhort in den Erweiterungsbau der Grundschule.

Mit der Entwicklung des Campus Mühldorf ist Zollner sehr zufrieden. In diesem Jahr werden nach ihren Angaben knapp 600 junge Frauen und Männer in Mühldorf studieren. „Die Gründung des Hochschulcampus zusammen mit dem Landkreis Mühldorf, der Stadt Waldkraiburg und der Stadt Mühldorf war ein sehr wichtiger Schritt, um die Hochschulstandorte im Landkreis auf den Weg zu bringen“, sagte Zollner.

Die wirtschaftliche Situation der Mühldorfer Firmen bezeichnet Bürgermeisterin Marianne Zollner als gut. 2018 wurden in der Stadt Mühldorf 12 052 Arbeitsplätze gemeldet, die Zahl der Einpendler nach Mühldorf sei von 6454 im Jahr 2010 auf 8761 im Jahr 2018 gestiegen, Dem stehen 5329 Auspendler gegenüber. „Mühldorf bleibt auch weiterhin die Einkaufsstadt in der Region. Wir bekommen neue Firmen, die den Mühldorfer Stadtplatz weiter attraktiv halten“, sagte Zollner.

8761 Einpendler, 5329 Auspendler

„Die Stadt Mühldorf ist auch verlässlicher Partner der Mühldorfer Vereine“, sagte Zollner. Die Mößlinger Schützen und der TSV 1860 Mühldorf würden von der Stadt bei ihren Bauvorhaben gefördert. Der FC Mühldorf konzentriert sich nach ihren Angaben künftig auf zwei Standorte in Mößling und beim ESV. Die Stadt werde das Gelände von der Bahn kaufen und dem FC und dem ESV Mühldorf zur Verfügung stellen.

Als stabil bezeichnete sie die Einnahmen aus Gewerbesteuer und Einkommenssteuer. „Die Verschuldung sinkt unter die 20 Millionen Euro-Grenze. Die Pro-Kopf-Verschuldung verringere sich damit auf 991 Euro.

Die Wortmeldungen zur Bürgerversammlung finden Sie auf der nächsten Seite.

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