Bürgermeister Martin Lackner tritt wieder an

Bürgermeister Martin Lackner möchte weiter Bauland ausweisen, da es eine große Nachfrage gebe.
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Bürgermeister Martin Lackner möchte weiter Bauland ausweisen, da es eine große Nachfrage gebe.

43 Wahlberechtigte kamen zur Aufstellungsversammlung der Unterstützungsliste „Bürgermeisterkandidat Lackner“ ins Gasthaus Babinger und 43 gaben ihre Stimme Martin Lackner. Er stellte sich und seine Ziele für die Gemeinde vor.

Engelsberg – Er sei 49 Jahre alt und möchte sich auch in den nächsten sechs Jahren als Bürgermeister einbringen. Lackner ist ehrenamtlich in vielen Ortsvereinen engagiert, seit 2008 ist er Bürgermeister in Engelsberg. Engelsberg sei eine familienfreundliche Gemeinde, das solle auch in Zukunft so bleiben, wie er betonte. Als Beispiele nannte er den gebührenfreien Kindergarten, die Kinderkrippe sowie den gesicherten Schulstandort mit Betreuungsmöglichkeiten, Zudem wurde in seiner Amtszeit das Seniorenprojekt „Wohnen auf der Reitwiese“ in Angriff genommen.

Die Ortsvereine, die ehrenamtlich hervorragende Arbeit für die Gemeinschaft, leisten, wolle er auch in Zukunft unterstützen und auch die nötigen Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft schaffen und erhalten. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Engelsberg, so Lackner, ist seit 2008 um 147 gestiegen, auf nunmehr 1005. Die Steuerkraft pro Kopf ist von 2008 bis 2019 um 670 Euro pro Kopf auf 1220 Euro gestiegen. Diese Entwicklung falle nicht vom Himmel, so Lackner, und soll weiter vorangetrieben werden.

Die Gemeinde kann eine gute Infrastruktur schaffen, und attraktive Angebote wie schnelles Internet oder den Breitbandausbau sowie die Erhaltung die Nahversorgung unterstützen.

Zu einer funktionierenden Wirtschaft gehöre auch die heimische Landwirtschaft. In der Gemeinde Engelsberg gibt es 70 landwirtschaftliche Betriebe, die knapp 70 Prozent der Gemeindefläche bewirtschaften. „Sie versorgen uns mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und pflegen die Landschaft“, so Lackner. Deshalb seien der Straßenbau sowie der Breitbandausbau wichtig. Die Gemeinde investiere hier sehr viel, er werde sich auch weiter dafür stark machen, ebenso wie für die Wasserversorgung im Außenbereich. Wichtig ist es, dass die Wasserqualität stimmt, deshalb wurde auch hier viel investiert.

Das große Thema Energie und Klimawandel sprach Lackner ebenfalls an. „Wir alle sind gefordert, unseren Beitrag zu leisten“, so Lackner. Öfter mal das Auto stehen lassen, in Engelsberg einkaufen, regionale Produkte kaufen, die der Jahreszeit entsprechen, Energie einsparen und an die Fernwärme anschließen, das waren so seine Vorschläge.

Die Engelsberger Fernwärme gibt es seit 2012, die Wärme wird zu 95 Prozent aus regenerativer, regionaler Energiequellen erzeugt, damit spart die Gemeinde rund 1400 Tonnen Kohlendioxid beziehungsweise 445 000 Liter Heizöl.

Ziel in den nächsten Jahre ist es, das Bestandsnetz zu verdichten, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern und weitere Baugebiete an die Fernwärme anzuschließen. Derzeit werde eine E-Ladestation am Lindenplatz installiert. Die Gemeinde Engelsberg, so fand Lackner, ist bei weitem nicht mehr am Anfang, sondern mittendrin beim Thema Energiewende.

Die Ausweisung von Bauland ist ein weiterer Punkt in den kommenden Jahren, die Nachfrage sei enorm. Für 30 Parzellen sind 90 Anfragen da. Wichtiges Thema ist auch der Flächenverbrauch, er wolle auch künftig so planen, dass sich der Flächenverbrauch in Grenzen hält. Zentraler Punkte der nächsten Wahlperiode werden die Finanzen sein. Seit seinem Amtsantritt 2008 hat die Gemeinde Engelsberg rund 17 Millionen Euro investiert, der Schuldenstand sei in dieser Zeit nur leicht angestiegen.

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