Buchbacher Vereine suchen Treffpunkt für die Zeit nach der Corona-Krise

Das Gasthaus zum Falken am Marktplatzhat derzeit geschlossen. Es wäre aber ein wichtiger Ort für Vereine, Stammtische und Organisationen. Die Marktgemeinde sucht nach einem Konzept, diesen Treffpunkt aufrecht erhalten zu können. Schwarz
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Das Gasthaus zum Falken am Marktplatzhat derzeit geschlossen. Es wäre aber ein wichtiger Ort für Vereine, Stammtische und Organisationen. Die Marktgemeinde sucht nach einem Konzept, diesen Treffpunkt aufrecht erhalten zu können. Schwarz
  • Harald Schwarz
    vonHarald Schwarz
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Das Gasthaus zum Falken erfreute sich bei Stammtischen, Vereine und Organisationen großer Beliebtheit. Seit es geschlossen ist, haben sie keinen geeigneten Ort, wo sie sich treffen können, wo Versammlungen oder Ähnliches abgehalten werden können.Die Marktgemeinde sucht nach einer passenden Lösung.

Buchbach – Auch wenn derzeit wegen der Coronakrise und der Ausgangsbeschränkung bis zum 19. April das gesellschaftliche Leben in der Marktgemeinde weitgehend brachliegt, wird es auch eine Zeit nach Corona geben. Und die wirft für Vereine und Organisationen durchaus Probleme auf, denn sie haben keinen geeigneten Versammlungsraum, seit das Gasthaus zum Falken am Marktplatz geschlossen ist.

Kulturhaus keine Alternative für Stammtische

Zwar gibt es das Kulturhaus, das der Gemeinde gehört. Dort gibt es einen großen und einen kleinen Saal. Der kleine Saal ist aber durch die Mittagsbetreuung der Schule belegt, so lange die Sanierung der Grundschule noch läuft. Der große Saal ist für Treffen von Vereinen, Stammtischen oder Gruppierungen zu groß. Mit rund 300 Quadratmetern bietet er Platz für rund 400 Personen. 

Was Buchbacher Vereine brauchen

Dazu kommt, dass das Kulturhaus nicht bewirtschaftet ist. „Jeder Nutzer muss sich um die Verpflegung selber kümmern und nach seiner Veranstaltung wieder aufräumen“, so Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg). Zudem wird bei jeder Nutzung eine Pauschale fällig.

Einwang sagt aber auch, dass dies „auch eine Möglichkeit ist, die wir den Vereinen anbieten können“. Er deutet an, dass die Marktgemeinde bei den Modalitäten gesprächsbereit ist.

Lösung für Gasthaus zum Falken soll gefunden werden

Grundsätzlich gibt es aber auch Bestrebungen, eine Lösung im Gasthaus zum Falken zu finden. Noch bis Ende April hat die Krieger- und Reservistenkameradschaft (KRK) das Gasthaus offiziell gemietet und überlässt es Vereinen, Stammtischen und Organisationen. Was ab Mai aber sein wird, steht derzeit noch in den Sternen. 

Marktgemeinderat auf der Suche nach Lösung für Vereine

So wurden in der letzten Marktgemeinderatssitzung diverse Varianten diskutiert: Da wäre einmal die Möglichkeit, dass ein Verein das Gasthaus weiter pachtet und es Interessenten zur Nutzung überlässt. Bis dato hat sich aber kein Verein gefunden, der diese Aufgabe stemmen kann oder möchte. 

Marktgemeinde als Vermieterin?

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn die Gemeinde das Gasthaus offiziell mietet und es an die Vereine weitervermietet. Doch Bürgermeister Thomas Einwang hat hier Bedenken, dass die Verwaltung dies stemmen kann, da die Mitarbeiter mit ihren eigentlichen Aufgaben ziemlich ausgelastet sind. Dann müsste jemand eingestellt werden, der sich um die gesamte Organisation rund um das Gasthaus zum Falken kümmert.

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Variante 3: Einen Trägerverein gründen 

Eine dritte Variante ist die Gründung eines Trägervereins, der sich um Unterhalt und Betrieb des Gasthauses kümmert. Manfred Kroha (CSU) meinte, dass hier sogar eine Kombination mit einem Jugendtreff denkbar sei. Karl-Heinz Kammerer (FW Buchbach) ergänzte, dass „wir alles daran setzen müssen, die Räumlihkeiten zu erhalten, sonst zerfallen alle Stammtische und Ähnliches“. Er berichtete von dem Beispiel eines Dorfes am Chiemsee, der das dortige Gasthaus als Aktiengesellschaft betreibt. „Wer Aktien besitzt, der geht auch eher mal ins eigene Wirtshaus“, so seine Schlussfolgerung.

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Dass etwas getan werden muss, darin herrschte Einigkeit im Marktgemeinderat, doch Josef Hargasser (Umland Buchbach) monierte, dass man schon diverse Gespräche geführt habe, aber bisher wenig passiert sei. Er erinnerte zudem daran, dass das Gasthaus nicht mehr auf dem Stand der Technik sei.

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 „Da gehört einiges investiert und da braucht es jemand, der die Kosten übernimmt“. Markus Sengmüller (Wahlvorschlag Ranoldsberg) ergänzte, dass mit Investitionen natürlich auch die Pacht steigen wird. Bürgermeister Einwang nannte es hingegen ein positives Zeichen, dass der Eigentümer grundsätzlich Gesprächsbereitschaft signalisiert habe. Er möchte einen konkreten Vorschlag, über den man dann sprechen könne.

Arbeitskreis soll konkreten Vorschlag ausarbeiten

Am Ende verständigte sich der Marktgemeinderat darauf, einen Arbeitskreis ins Leben zu rufen, der diesen konkreten Vorschlag ausarbeiten soll. Bürgermeister Thomas Einwang sagte auf Nachfrage, dass er vom Arbeitskreis bereits die Aufgabe bekommen habe, eine Kostenschätzung zu erstellen, was für den Betrieb des Gasthauses benötigt wird. Zudem soll er eine Kalkulation erstellen, wie ein Verein das Gasthaus zumindest kostendeckend betreiben kann.

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