Buchbacher „First Responder“ sind auf Spenden angewiesen

Bei der Scheckübergabe: Bürgermeister Michael Hausperger (Zweiter von links) überreichte mit seinem Stellvertreter Anton Weichselgartner (rechts) die Spende der Gemeinde an Martin Bohner (links) und Michael Lanzinger (Zweiter von rechts) von den First-Respondern.
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Bei der Scheckübergabe: Bürgermeister Michael Hausperger (Zweiter von links) überreichte mit seinem Stellvertreter Anton Weichselgartner (rechts) die Spende der Gemeinde an Martin Bohner (links) und Michael Lanzinger (Zweiter von rechts) von den First-Respondern.

Jede Minute zählt bei einem Einsatz. Vor diesem Hintergrund haben sich vor sechs Jahren die „First Responder“ in Ranoldsberg gegründet, um alle Betroffenen ausreichend und schnell erstversorgen zu können – bis der Rettungsdienst kommt.. Doch die Kosten für die Verbrauchsmaterialien und Ausrüstungsgegenstände werden über Spenden finanziert.

von Sabine Gillhuber

Buchbach – Dass bei einem Herz- oder Atemstillstand jede Minute zählt, ist bekannt. Mehr als zehn Minuten Sauerstoffmangel im Gehirn führen in der Regel bereits zum Hirntod. Doch es kann sein, dass der Rettungsdienst, trotz schnellstmöglicher Alarmierung, zur Anfahrt rund 20 Minuten Fahrzeit braucht. Um solche Gebiete schneller versorgen zu können, wurden vor sechs Jahren die „First Responder“ in Ranoldsberg gegründet. Ein zwölfköpfiges Team wird bei Notfällen im Einsatzgebiet parallel zum Notarzt von der Leitstelle alarmiert. Die ersten zwei bis vier Hefer, die am Einsatzfahrzeug ankommen, fahren sofort los. Sie können dadurch im Schnitt fünf bis zehn Minuten vor dem Rettungsdienst am Einsatzort sein, wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten und Notfallmelder unterstützen.

Damit überbrücken die „First Responder“ die lebenswichtigen Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes. Das lebensrettende und kostenfreie Angebot basiert zu 100 Prozent auf dem ehrenamtlichen Engagement der ausgebildeten Helfer.

Auch Kosten für Verbrauchsmaterialien wie Desinfektionsmittel und Sauerstoff, die Einsatzkleidung, Ausrüstungsgegenstände sowie die Wartungsarbeiten am Einsatzfahrzeug werden rein durch Spenden finanziert.

Bisher war das Fahrzeug in einer privaten Garage untergebracht. Nun soll eine Fahrzeughalle am Feuerwehrhaus gebaut werden. Dort befinden sich neben dem Materiallager auch die Räumlichkeiten für die Nachbesprechung von Einsätzen oder für Schulungen.

Da sich das Einsatzgebiet der „First Responder“ neben Ranoldsberg, Buchbach, Walkersaich, Stefanskirchen, Salmanskirchen auch auf die Gemeinde Oberbergkirchen erstreckt, leistete diese nun mit einer Spende von 1000 Euro „einen kleinen Beitrag“, so Oberbergkirchens Bürgermeister Michael Hausperger. „Wir sind froh, dass ihr auch in unsere Gemeinde fahrt.“

Michael Lanzinger, Leiter und Kommandant, sowie Martin Bohner, Vorsitzender der First Responder, bedankten sich für die Unterstützung und die Wertschätzung. In den vergangenen sechs Jahren wurde ihr Team zu rund 500 Einsätzen gerufen. Allein 54 waren es bereits in diesem Jahr, trotz einer zweimonatigen Corona-Zwangspause.

Neben Spenden ist auch eine fördernde Mitgliedschaft möglich, um diesen wichtigen Dienst mit den nötigen Mitteln zu unterstützen. Weitere Informationen gibt es auf first-responder-ranoldsberg.de. ai

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