Buchbacher Bürger dürfen Wasserstoffauto kostenlos testen

Auf dem Weg in die Wasserstoff-Zukunft: Buchbachs Bürger haben derzeit die Möglichkeit, ein Wasserstoffauto auszuprobieren. Bürgermeister Thomas Einwang, hier mit Claudia Thomsen vom Autohaus Schober, hat bereits eine Runde mit dem Fahrzeug gedreht.
+
Auf dem Weg in die Wasserstoff-Zukunft: Buchbachs Bürger haben derzeit die Möglichkeit, ein Wasserstoffauto auszuprobieren. Bürgermeister Thomas Einwang, hier mit Claudia Thomsen vom Autohaus Schober, hat bereits eine Runde mit dem Fahrzeug gedreht.

Der Landkreis Landshut hat die ersten Schritte in eine Wasserstoff-Zukunft gemacht. Buchbach möchte auch mit dabei sein. Um einen ersten Eindruck von dem Nutzen dieser klimaneutralen Antriebstechnologie zu bekommen, haben die Bürger derzeit die Möglichkeit, ein Wasserstoffauto kostenlos zu testen.

Buchbach – Der Nachbarlandkreis Landshut strengt sich derzeit massiv an, den Landkreis als Technologiezentrum für die Nutzung von Wasserstoffzu etablieren. Dazu gehört auch die Nutzung von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen.

Wasserstoff-Pilotprojekt des Landkreises Landshut

Ende Juni haben Frank Still, Projekt-Manager von Toyota Deutschland undJoachim Schober von der Initiative Wasserstoffregion Landshut unter dem Motto „H2 geht nur gemeinsam“ Landshuts Landrat Peter Dreier, Geisenhausens Bürgermeister Josef Reff und Veldens Bürgermeister Ludwig Greimel die Fahrzeug-Flotte mit 29 Fahrzeugen vom Typ Toyota Mirai mit Wasserstoff-Antrieb vorgestellt.

Mit den Gemeinden Tiefenbach, Velden und Geisenhausen aus dem Landkreis Landshut haben die ersten Kommunen ein Pilotprojekt gestartet. Sie übernehmen sogenannte „Mirai-Patenschaften“ und stellen für jeweils eine Woche ein Wasserstoff-Fahrzeug vor ihrem Rathaus zu kostenlosen Probefahrten bereit. Auch der Markt Buchbach beteiligt sich an dem Pilotprojekt des Landkreises Landshut.

Alternative Antriebstechnik kostenlos ausprobieren

„Ich bin durch einen Zeitungsartikel auf diese Aktion aufmerksam geworden und habe mich bei den Organisatoren gemeldet“, sagt Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang. Diese hätten sich über das Interesse aus dem Landkreis Mühldorf „natürlich sehr gefreut“ und „uns sofort ein Auto zur Verfügung gestellt.

Somit haben die Buchbacher jetzt die Möglichkeit, diese alternative Antriebstechnik kostenlos auszuprobieren. Wer die „Wasserstoff-Zukunft“ ausprobieren will, hat noch bis Donnerstag die Möglichkeit, von 8 bis 16 Uhr das vor dem Rathaus abgestellte Wasserstoffauto auszuprobieren. Weitere Infos und Terminvereinbarung im Rathaus des Marktes Buchbach unter Telefon 0 80 86/9 30 70.

Aktuell 17 Wasserstoff-Tankstellen in Bayern

„Ich habe das Auto bereits ausprobiert; es fährt sich sehr angenehm, wie ein Elektroauto“, erzählt Bürgermeister Einwang. Das Fahrzeug hat eine Reichweite von rund 500 Kilometern. „Wenn der Tank leerwerden sollte, dann kommen Mitarbeiter das Autohauses Schober aus Velden und tanken das Auto wieder auf“, so Einwang. Die nächste Tankstelle ist am Flughafen München, 17 Tankstellen gibt es aktuell in Bayern.

„Ihren ersten Stresstest im täglichen Einsatz haben die Fahrzeuge mit mehr als vier Millionen gefahrenen fehlerfreien Brennstoffzellen-Kilometern bereits erfolgreich hinter sich“, wurde bei der Vorstellung des Fahrzeuges betont. Dies wurde als wichtiger Schritt auf dem Weg in eine neue Mobilität gewertet.

Landkreis Landshut sucht Mitstreiter

Der Landkreis Landshut hat damit aktuell Europas größte zusammenhängende Wasserstoff-Flotte zugelassen. Doch die Verantwortlichen sehen noch Aufholbedarf, vor allem bei der Suche nach Mitstreitern. Mit der Aktion wollen sie nun weitere Unternehmer, Automobil-Konzerne, Autohäuser, Behörden und Privatpersonen in der Region motivieren, sich aktiv an der Wasserstoff-Mission zu beteiligen.

Die Politik, so Landshuts Landrat Dreier, hat bereits erfolgreich die ersten Weichen für den Wasserstoff in seinem Landkreis gestellt. Dazu zählt die Förderung als Wasserstoff-Modellregion durch das Bundesverkehrsministerium, oder die geplante Wasserstoff-Tankstelle. Was noch fehlt, ist ein gesamtgesellschaftlicher Konsens, das Bewusstsein in den Köpfen, dass Wasserstoff auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft ein wichtiger Baustein kann. Die Nutzung von Wasserstoff müsse etwas völlig Normales werden. Aktuell gebe es für den Bürger noch zu wenig Berührungspunkte mit der Technologie. Dieses Projekt kann dazu beitragen.

Viele Fakten über Wasserstoff nicht bekannt

Noch immer seien nach Joachim Schobers Erfahrung viele Fakten über Wasserstoff in der Bevölkerung weitgehend unbekannt. So kann man mit einem Wasserstoff-Auto 500 Kilometer am Stück fahren, das Betanken eines Autos mit Wasserstoff gehe genauso schnell, wie bei einem Benziner oder Diesel.

Kommentare