Vereine in Buchbach in Not: Mit dem Gasthaus zum Falken schließt ihr Vereinslokal

Wenn das Gasthaus zum Falken in Buchbach Ende des Jahres 2019 schließt, stehen viele Vereine auf der Straße. Schwarz

Da das Gasthaus zum Falken am Jahresende schließt, haben zahlreiche Vereine, Organisation und Stammtische ein Problem: Wo sollen sie sich in Zukunft für Versammlungen und ähnliches treffen. Ein Problem, dessen Lösung der Gemeinderat Buchbach heiß diskutiert hat.

Von Harald Schwarz

Buchbach – Da das Gasthaus zum Falken am Jahresende schließt, haben zahlreiche Vereine, Organisation und Stammtische ein Problem: Wo sollen sie sich in Zukunft für Versammlungen und ähnliches treffen. Das hat jetzt auch den Marktgemeinderat beschäftigt, der nach Lösungsansätzen gesucht hat. Dabei war aber auch die Frage aufgetaucht, die durchaus kontrovers diskutiert worden war, ist die Gemeinde hier in der Bringschuld, sich um einen Versammlungsort für die Vereine kümmern zu müssen.

Eigentümer sieht Möglichkeiten für Buchbacher Vereine

Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer (Freie Wähler Buchbach) berichtete von einem Gespräch mit dem Eigentümer und Vereinsvertretern, bei dem es darum ging, die Möglichkeiten zur weiteren Nutzung des Gebäudes auszuloten. Kammerer erinnerte, dass der Pachtvertrag für das Gasthaus Ende des Jahres ausläuft. Der Eigentümer könnte sich aber vorstellen, dass Vereine die Räume gegen eine Nutzungsgebühr für Versammlungen und Ähnliches nutzen können.

Feuerwehr und andere wollen keine Pacht bezahlen

Dabei wurde aber bereits deutlich, dass einige Vereine dann das Gasthaus nicht mehr als Treffpunkt nutzen werden. Kammerer wusste konkret von der Feuerwehr und Anton Bauer (Freie Wähler Buchbach) vom 1860 Fanclub und vom MSC, dass sie nicht bereit sind, Pacht zu zahlen.

Ein fester Ansprechpartner könnte helfen

Kammerer ergänzte, dass sich der Eigentümer einen festen Ansprechpartner wünschen würde, und brachte gleichzeitig die variante ins Spiel, dass die Gemeinde das Gasthaus für eine Übergangszeit pachtet und den Vereinen zur Verfügung stellt. Hier intervenierte Bürgermeister Thomas Einwang (CSU/Parteifreie/Wahlvorschlag Ranoldsberg), der klar machte, dass man sich in einer steuerrechtlichen Grauzone bewege, wenn die Gemeinde als Betreiber des Gasthauses auftrete. Genauso wie Manfred Kroha (CSU/Parteifreie) hält er es für die bessere Variante, wenn sich ein Verein findet, der diese Aufgabe übernimmt. Einwang meinte, ein Verein könnte damit sogar Einnahmen generieren. Manfred Kroha erinnerte daran, dass im Hotel Renner ein Nebenraum entstehen soll. Bis dieser fertig ist, müsse aber eine Lösung gefunden werden.+++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Markus Sengmüller und Josef Hargasser sprachen sich vehement dagegen aus, dass die Gemeinde hier aktiv wird: „Wir bezahlen die Ausgaben und alle privaten Wirte sind die Dummen“, brachte es Sengmüller auf den Punkt. Auch wenn das Wirtsehepaar seine Unterstützung signalisiert hat, falls sich ein Verein finden sollte, war klar, dass es nur eine Übergangslösung sein kann.

Kopfzerbrechen wegen Übergangslösung

Dr. Wolfgang Limmer (CSU/Parteifreie) monierte genauso wie Monika Winter-Ganser (Freie Wähler Buchbach), dass die Gemeinde sich für eine Übergangslösung den Kopf zerbricht. „Es krankt daran, dass der Eigentümer nichts investieren will. Und in dem derzeitigen Zustand wird er das Gebäude sicher nicht wieder verpachten können“, brachte es Limmer auf den Punkt. Manfred Kroha gab aber zu bedenken, dass man dann wieder ein leerstehendes Gebäude im Ortskern habe. „Wie geht die Geschichte für die Gemeinde weiter“, fragte er in die Runde.

Kulturhaus als Notnagel

In diesem Zusammenhang wurde auch das Kulturhaus ins Gespräch gebracht. Auch dort wären Versammlungen und Ähnliches denkbar. Bürgermeister Einwang berichtete vom Bürgerhaus in Schwindegg, das von der Gemeinde an Vereine vermietet werde. Allerdings braucht die Gemeindeverwaltung einen zusätzlichen Mitarbeiter, der sich um die Organisation und Verwaltung kümmert.

Letztlich wurde dieser Tagesordnungspunkt ohne Ergebnis beendet. Ein weiteres Gespräch soll Ende des Jahres stattfinden.

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