Buchbach pflanzt „Babybaum“ für jeden Neubürger

Buchbach –.

Bei der Geburt eines neuen Gemeindebürgers soll in Zukunft ein „Babybaum“ gepflanzt werden. Das hat die Hebamme Frieda Schwanner bei der Marktgemeinde angeregt.

In Buchbach wird derzeit den Eltern von Neugeborenen zur Geburt gratuliert. Als kleines Geschenk erhalten sie „für den neuen Gemeindebürger eine CD mit Melodien von Kinderliedern“, wie Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) ausführt. Schwanner regt an, stattdessen für die Kinder Bäume zu pflanzen oder zumindest einen Gutschein für einen Baum zu verschenken. Sie verweist auf die Stadt Dorfen, die das seit den 90er-Jahren so handhabt. Die Stadt stiftet den Eltern, die im Stadtgebiet wohnen, bei der Geburt eines Kindes einen einheimischen Obst- oder Laubbaum im Wert von rund 25 Euro. Einwang führte weiter aus, dass in Buchbach jedes Jahr zwischen 20 und 30 Kinder zur Welt kommen, so dass Kosten von maximal 750 Euro pro Jahr auf die Gemeinde zukommen. Einwang sagte, dass die Anregung aus ökologischer Sicht durchaus einen gewissen Charme habe. Allerdings verwies er auch auf den Mehraufwand, der durch diese Aktion auf Verwaltung und Bauhof zukommt. Deshalb schlug er als Alternative eine Gutschein-Lösung statt der bisherigen CD vor. Diesen können die Eltern nach dem Kauf eines Baumes und gegen Vorlage einer entsprechenden Rechnung in der Gemeinde einlösen. Zu klären war aber , wie man mit Eltern verfährt, die keinen eigenen Garten haben.

Schließlich einigte sich der Marktgemeinderat einstimmig darauf, die Aktion „Babybaum“ einzuführen und Eltern bei der Geburt ihres Kindes einen Gutschein zu schenken. Dieser soll den Eltern bei einem jährlichen Termin übergeben werden. Den Baum können sie im Garten pflanzen oder, falls das nicht geht, auf einer gemeindeeigenen Fläche, die entsprechend vorbereitet werden soll. hsc

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