Nachruf auf Anton Greimel aus Buchbach

Nach einem erfüllten Leben hat Anton Greimel im Alter von 88 Jahren seine Familie, Verwandten, Nachbarn und Freunde für immer verlassen.

Buchbach – Anton Greimel wurde am 2. Oktober 1931 in Buchbach geboren, seine Eltern waren die Eheleute Karolina und Dominikus Greimel. Er ist mit seinen zwei jüngeren Brüdern Heinz und Alfred in Buchbach aufgewachsen und besuchte dort die Volksschule. Sein Vater ist im Krieg geblieben und so war er viel bei seinem Opa dem „Körbl-Schneider“, der ihn in seinem jungen Leben sehr geprägt hat. Er lernte bei ihm das Schneiderhandwerk, das er in der Folge als Schneidermeister lange Jahre selbstständig ausübte. Schon früh wurde er in dessen Mesneramt als Minis trant eingeführt, das er nach seiner Heirat zusammen mit seiner Frau „Hilde" über 40 Jahre ausübte.

Am 19. September 1959 heiratete er Mathilde Greimel, geborene Wiendl, die Familie vervollständigten drei Töchter und eine Enkelin. Besonders schwer traf ihn der frühe Tod seiner Tochter Brigitte. Das Schneiderhandwerk gab er schließlich auf, wechselte zur Deutschen Post und war als Postbote in Buchbach, Schwindegg, Heldenstein, Weidenbach, Moosen und Dorfen tätig, bis er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand ging.

In seiner Jugend war er Torwart beim TSV Buchbach und besuchte als treuer Fan bis zuletzt fast jedes Heimspiel. Da er gerne musizierte, war er in den 50ern und 60ern Schlagzeuger bei der Tanzkapelle Saxonettas, die zum Tanz bei Bällen und Hochzeiten aufspielte. Später war er über Jahre bei der Buchbacher Blasmusik, bei der er ab April 1985 auch als Gründungsvorsitzender fungierte.

Greimel war von 1949 bis 1980 aktives und bis zu seinem Tod passives Mitglied der Feuerwehr Buchbach. Er war dort Zweiter Kommandant von 1961 bis 1965 und schließlich Vorsitzender von 1969 bis 1980. Ebenso war er über 60 Jahre Mitglied bei den Altschützen Buchbach und von 1972 bis 1990 Mitglied des Buchbacher Marktgemeinderats, dabei von 1984 bis 1990 Dritter Bürgermeister des Marktes Buchbach.

Der breiten Bevölkerung ist der Verstorbene vor allem aus seiner Zeit bei der Bubaria bekannt, bei der er von Anfang (seit 1969) an als Elferrat dabei war und nach Einführung der Narrenabende als Kirchturm zusammen mit seinem Partner, dem Wimmer Sepp als Siloturm, über Jahre die unnachahm lichen Turmgespräche führte. Dazu bleibt er in seinen Rollen als „Zacherl“ unvergessen.

Trotz seiner seit Jahren schwer angeschlagenen Gesundheit als Diabetiker mit Dialyse, starker Sehbehinderung und schweren Operationen, nahm er interessiert am örtlichen Geschehen teil. Er freute sich über den Besuch alter Weggefährten und wurde dabei von seiner Frau Hilde und den beiden Töchtern Elfriede und Hilde, bis zuletzt liebevoll umsorgt. Im Buchbacher Friedhof fand er im Beisein seiner engsten Familie seine letzte Ruhestätte. Ein Trauer- und Gedenkgottesdienst wird zu gegebener Zeit stattfinden. ram

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