Buchbach: Die Sanierung der Friedhofsmauer zieht sich bis September

Die Bauarbeiten rund um die letzte Ruhestätte beeinträchtigen die Fußgänger stark. An eine baldige Fertigstellung ist nicht zu denken.
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Die Bauarbeiten rund um die letzte Ruhestätte beeinträchtigen die Fußgänger stark. An eine baldige Fertigstellung ist nicht zu denken.

Die Buchbacher Wagnergasse ist seit geraumer Zeit durch mehrere Baustellen belastet und aktuell für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Zufahrt zur Apotheke und zum Pfarramt von der Dorfener Straße aus, ist aber möglich.

Buchbach – Zunächst beeinträchtigte der Bau eines Mehrfamilienhauses, nun ist es der Bau des Ärztehauses, der Ersatzbau Marktplatz 7 und die Erneuerung der Friedhofsmauer.

Arbeiten haben 2019 begonnen

Wie die Pfarrverwaltung mitteilt, hat sich die Fertigstellung der Friedhofsmauer verzögert: Der Beginn der Abbrucharbeiten der beschädigten Friedhofsmauer war Mitte November 2019. Bereits Ende November war der Beginn einer archäologischen Begleitung, die Anfang Dezember zu einem Baustopp führte. Bei den archäologischen Grabungen wurden in etwa 220 Stunden Arbeit über 100 Grabstätten gefunden. Davon wurden 60 geöffnet. Ein teilweiser Abbruch der Friedhofsmauer fand schließlich in der Zeit von Januar bis März statt. In der Zeit von März bis April wurden Planungsänderungen vorgenommen und von April bis Juli verlegte die Telekom Versorgungsleitungen. Seit Juli laufen die Abbrucharbeiten an der Friedhofsmauer weiter, sodass mit einer Fertigstellung voraussichtlich Ende September zu rechnen ist, erklärt die Pfarrverwaltung. Angesichts des Baufortschritts ist dies schwer vorstellbar. Dann könne auch der Fußweg von den zahlreichen Fußgängern von der Wagnergasse in die Ortsmitte zum Marktplatz genutzt werden.

Ein Teil der Mauer um den Friedhof an der Pfarrkirche St. Jakobus des Älteren in Buchbach musste auf einer Länge von 55 Metern abgebrochen werden. Dies soll, so wurde es im Gemeinderat vorgestellt, 900 000 Euro kosten (wir berichteten).

Zehn Prozent liegen bei Pfarrgemeinde

Darin enthalten ist auch der Bereich auf der gegenüberliegenden Seite der Friedhofsmauer und der gegenüberliegenden Häuser, der ebenfalls saniert werden muss und unter Denkmalschutz steht. An den dortigen Mauern sind unter anderem Epitaphe enthalten, die restauriert werden müssen. Die Höhe der veranschlagten Kosten ist dem Gemeinderat zwar aufgestoßen, trotzdem verständigte man sich auf Fördermittel in Höhe von fünf Prozent der Investitionssumme, maximal aber 2000 Euro. Das Ordinariat fördert die Renovierung mit rund 90 Prozent der Gesamtkosten, die restlichen zehn Prozent muss die Pfarrgemeinde aufbringen. ram

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