Vom Brunnenbuberl zur Freiheitsstatue

„Toby Seifingers „Mühldorf – New York“-Kalender:für jeden Monat 2020 was zum Staunen und Lachen. Gärtner

Mühldorf. – Wer sagt`s denn: Die kleine Kreisstadt Mühldorf am Inn!

Kann sich sehen lassen. Zwei Beweise für diese Behauptung. Zufällig gefunden beim Stöbern und Blättern. Zuerst: Der ultimative Mühldorf-Wandkalender 2020 von Toby Seifinger. Wer noch keinen Wandkalender fürs neue Jahr hat, soll zumindest erfahren, dass es den angesagtesten Jahresbegleiter für 2020, jedenfalls für Mühldorf-Fans, in Mühldorf und über Mühldorf gibt. Titel: „Mühldorf – New York“. Titelfotos: Münchner Tor und Brunnenbuberl sowie Empire State Building und Freiheitsstatue.

Allein Toby Seifingers zündende Idee, fotografisch seine Heimatstadt der Welt-Stadt gegenüberzustellen, gehört prämiert. Mühldorf kommt da mit Innstadt-Park, Innfähre, Altstadtblick vom Volksfestplatz-Riesenrad und anderen Motiven ganz groß raus. Und New York wird, gefühlt erstmals, ein bisserl kleiner. Kleinstädtischer. Zweitens: Noch heute gibt es Sammler von Visitenkarten. Kein alltägliches, eher ein abgelegenes Sammelgebiet. Wer dazu etwas Gescheites lesen möchte – über Machart, Bedeutung, Gestaltung, Geschichte der Visitenkarte – wird kaum fündig. In dem aus dem Regal geholten ewig alten „Kleinen Lexikon des Sammelns“ von Franz Hadamowsky, steht herzlich wenig zum Stichwort „Visitenkarte“.

Dennoch die Entdeckung: Es gibt laut Hadamowsky eine einzige Spezial-Literatur zum Thema. Und die ist in „Mühldorf/Obb.“ erschienen, bei „D. Geiger“ im Jahr 1927. Das 24 Seiten starke Opus heißt: „Besuchskarten“. Sein Verfasser: ein gewisser Leopold Moritz Karl Capeller. Die wenigen längst erstandenen, kaum mal hervorgeholten Heftchen aus dem Druck- und Verlagshaus D. Geiger, wo einst der „Mühldorfer Anzeiger“ herauskam, befassen sich hauptsächlich mit Stadt- und Heimatgeschichte. stammen alle aus den 30er-Jahren.

Diese geheftete Abhandlung über die „Besucherkarten“ ist derzeit aber nicht auffindbar. Wer das Heft besitzt oder Näheres über den Verfasser weiß, kann sich an den Anzeiger wenden. gär

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