Blühflächen-Projekt in Mühldorf und Altötting kann doch starten

Im Landkreis Mühldorfentstehen 16 500 Quadratmeter Blüflächen neu und bleiben füfn Jahre bestehen.
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Im Landkreis Mühldorfentstehen 16 500 Quadratmeter Blüflächen neu und bleiben füfn Jahre bestehen.

Lange stand das Blühpaten-Projekt des Bayerischen Bauernverbandes und des Maschinenrings in den Landkreisen Mühldorf und Altötting vor dem Aus. Im Interview berichtet Peter Falter, Geschäftsführer des Maschinenrings Altötting-Mühldorf wie es gerettet werden konnte.

Mühldorf/Töging –. In den vergangenen Wochen haben sich noch Privatpersonen, Verbände und Gemeinden gemeldet und eine Patenschaft für fünf Jahre abgeschlossen. Der Bauernverband und der Maschinenring, der das Projekt durchführt, haben sich für die Fortführung des Projekts entschieden, Im Gespräch berichtet Peter Falter, Geschäftsführer des Maschinenrings Altötting-Mühldorf, über aktuelleEntwicklungen des Blühflächen-Projekts.

Wie kam es doch noch zur Durchführung des Blühpaten-Projekts?

Peter Falter: In den letzten beiden Wochen haben sich noch Blühpaten gemeldet, die eine fünf jährige Patenschaft abgeschlossen haben. Der Aufruf der Verbände und Städet und Gemeinden sowie Privatpersonen hat uns noch den Schub gebracht, den wir für das Projekt gebraucht haben. Insgesamt hatten wir aber mit mehr Paten gerechnet.

Welche Flächen werden in Blühwiesen verwandelt?

Peter Falter: Wir haben insgesamt 238 Paten. Davon kommen 118 aus dem Landkreis Mühldorf, 114 aus dem Landkreis Altötting und sechs Paten stammen nicht aus beiden Landkreisen. Insgesamt haben wir im Landkreis Mühldorf 16 500 Quadratmeter an Blühfläche und 13 400 Quadratmeter im Landkreis Altötting. In beiden Landkreis standen 15 Hektar für diese Maßnahme zur Verfügung. Die wir aber nicht unter die Leute bringen konnten,

Wann erfolgt die Einsaat der Flächen im Landkreis Mühldorf?

Peter Falter: Je nach Witterung Ende Aptil oder Anfang ´Mai. Wenig Wochen später erfolgen je nach Bedarf Schröpfschritte, um den Unkrautdruck gering zu halten. Jeweils im Juni und Ende September erfolgt eine Mahd mit Abtransport des Mähgutes, um bessere Wachstumsbedingungen zu schaffen, Wobei ab dem zweiten Jahr rund zehn Prozent der Fläche als Brachstreifen in jährlicher Rotation ausgenommen werden.

Welche Maßnahmen übernimmt der Maschinenring bei den Blühflächen?

Peter Falter: Wir nehmen die Einsaat vor und kümmern uns um die Flächen und wickeln auch den Zahlungsverkehr zwischen den Blühpaten und den Landwirten ab. Auch die Patenschaftsverträge werden von uns verwaltet.

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Welche Mischung wird vom Maschinenring eingebracht?

Peter Falter: Wir haben mit Georg Hans einen ausgewiesenen Spezialisten für Saatgut im Landkreis Mühldorf. Wir arbeiten eng mit ihem zusammen. Er mischtdie Samenarten, die wir auf den angemieteten Blühflächen verarbeiten. Mit seinen regionalen Blühmischungen sorgt Georg Hans für den Erhalt der Artenvielfalt im besten Sinne. Bis zum vergangenen Jahr geschah das eher im Verborgenen oder für Fachleute, seit dem sogenannten Bienen-Volksbegehren ist sein Tun auch in der breiteren Öffentlichkeit bekannt. So hat er mittlerweile fast täglich Anfragen nach Beratungsgesprächen, Kommunen aber auch Privatpersonen besuchen seinen Hof, begutachten die rund 70 bis 80 Samenarten, die er dort auf Lager hat und damit unterschiedlichen Samenmischungen zusammenstellt, die zu dem jeweiligen Boden passen.

Können Bürgerinnen und Bürger in das Projekt noch einsteigen?

Peter Falter: Nein, das ist in diesem Jahr nicht mehr möglich. Viele Landwirte müssen sich Gedanken machen, wie sie die nicht benötigten Flächen bewirtschaften. Auch wir brauchen einen Vorlauf, um die Flächen richtig zu beplanen. Wir haben den Schluss der Aktion eh schon zwei Wochen nach hinten geschoben.

INTERVIEW: JOSEF BAUER

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