CSU bleibt stärkste Fraktion im Mühldorfer Stadtrat

Mühldorf. – Mit einem Drittel der Stadtratssitze bleibt die CSU die stärkste Kraft im vergrößerten Mühldorfer Stadtrat.

Mit gleichem Stimmenanteil wie vor sechs Jahren kann sie zehn Stadträte benennen, mit Rudi Salfer, Claudia Hausberger und Stefan Schörghuber sind drei Neue dabei. Nicht geschafft hat es Parteichef Florian Loserth.

Die SPD fällt immer weiter

Stark haben die Wähler die SPD gerupft, die fast zehn Prozentpunkte auf 17,9 Prozent fiel. Damit verlor sie trotz der Vergrößerung des Stadtrats einen Sitz und stellt jetzt nur noch fünf Stadträte. Mit Claudia Hungerhuber und Angelika Kölbl sind zwei Neue dabei. Auch Bürgermeisterin Marianne Zollner steht noch auf der Liste, genau wie Michael Hetzl muss sie sich in 14 Tagen erneut zur Wahl stellen. Sollte Zollner Bürgermeisterin bleiben, würde Christa Schmidbauer nachrücken, die nach derzeitigem Stand ihr Stadtratsmandat verloren hat. Nachrücker von Michael Hetzl (FW/UM) wäre Anette Haslbeck.

Doch auch ihre Gruppierung, der Zusammenschluss aus Freien Wählern und Unabhängigen Mühldorfern blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Mit sieben Sitzen haben sie nicht mehr erreicht als einzeln vor sechs Jahren. Das Ziel, zur stärksten Kraft zu werden, haben FW und UM weit verfehlt. Und egal, wer am Ende Bürgermeister wird: Er oder sie wird stets die Mehrheit überzeugen müssen.

Und damit zu den Gewinnern der Stadtratswahl in Mühldorf. Das sind eindeutig die Grünen, die auf 17,5 Prozente zulegten (2020: 10,7) und künftig mit fünf statt bislang drei Kandidaten vertreten sind.

Mit zwei Stadträten ist auch die AfD weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Sie verfehlen damit den Fraktionsstatus genauso wie Die Linke/Die Partei, die lediglich einen Stadtrat entsenden.

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