Bilder, die eine eigene Sprache sprechen

Mühldorf –. In den Räumen der Sparkasse am Mühldorfer Katharinenplatz war noch vor der Corona-Krise eine besondere Ausstellung zu sehen: Der Griechische Künstler Spyros Nakas präsentierte seine Bilder.

Er stammt aus der Mühldorfer Patenstadt Iraklio, einem Stadtteil von Athen.

Karl Straßer von der Kreissparkasse Altötting-Mühldorf betonte bei der Eröffnung, dass Kunst Menschen verbinden könne. Straßer dankte dem Initiator der Ausstellung, dem stellvertretenden Landrat Günther Knoblauch.

Bürgermeisterin Marianne Zollner gab eine Einführung in die Ausstellung: Die Ausstellung trägt den lateinischen Titel „Ars memorandi“, es geht also um die Kunst der Erinnerung. Diese Kunst basiert auf der Mnemotechnik, einer Technik, die es ermöglicht, mithilfe von Bildern, Informationen aller Art für lange Zeit in unserem Gedächtnis zu speichern und bei Bedarf leicht abzurufen. Der Grieche Simonides von Keos (557 – 467 v. Chr.) hat sie erfunden. Spyros Nakas hat 22 Karten gemalt, von denen jede ein Erinnerungsbild ist. Diese Karten sollen an Dinge erinnern, die stattgefunden haben oder noch stattfinden werden. Die Vorsitzende des Kunstvereins Inn-Salzach, Gabriele Röpke, betonte, dass Kunst vereine und die Menschen zusammenbringe.

Sie überreichte Nakas ein Buch mit Werken von Künstlern ihrer Vereinigung. Da der Künstler kein Deutsch spricht, übersetzte Ioannis Patas von der Stadtverwaltung für ihn. Nakas: „Bilder können nicht mit Worten zusammengefasst werden, sie sprechen ihre eigene Sprache. Sie sollen etwas sagen, was in den Menschheit in Vergessenheit geraten ist.“ hra

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