Bilanz im Stadtrat: Kein schlechter Sommer für das Töginger Freibad

Die senkrechten Leitern(links vorne) erschweren manchen Besuchern den Zugang zum Schwimmerbecken in Töging. Eine entfernbare Edelstahl-Treppe mit Geländer soll künftig zwar 1,4 Meter tief ins Wasser reichen, dabei aber nur etwa einen Meter weit ins Becken ragen. Becker

Es war kein so guter Sommer, wie im vergangenen Jahr. Deswegen sanken im Freibad die Einnahmen aus den Einzelkarten um rund 20000 Euro, wie Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst im Stadtrat erklärte. Die Saisonkartenerlöse brachten im Vergleich zum Rekordsommer 2018 dafür um rund 1400 Euro mehr ein.

Töging– . Demzufolge zählte das Freibad Hubmühle insgesamt 90 000 Besucher, von denen aber nur rund die Hälfte aus Töging selbst stammen: „Wir haben das an der Kasse mal exemplarisch an zwei Tagen nachgefragt“, sagte das Stadtoberhaupt. Ermittelt wurden diese nicht repräsentativen Werte einmal unter der Woche und einmal an einem Sonntag.+++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Aus den Zahlen geht hervor, dass am Freitag, 9. August, insgesamt 1704 Besucher ins Freibad kamen. Von den zwischen 10 und 13 Uhr befragten 345 Besuchern gab die Hälfte an, aus Töging zu kommen. Weitere 24,3 Prozent waren aus dem Landkreis Altötting, 20,5 Prozent aus dem Landkreis Mühldorf und 4,3 Prozent aus dem Landkreis Pfarrkirchen. Drei Besucher kamen sogar von noch weiter her. Neun Tage später waren es insgesamt 2241 Besucher, von denen zwischen 11 und 13 Uhr 593 befragt wurden. Hier waren es sogar nur 42,5 Prozent Töginger und 20 Prozent aus dem Landkreis, wohingegen 25 Prozent angaben, aus dem Landkreis Mühldorf zu sein. Der Landkreis Pfarrkirchen blieb mit drei Prozent im vergleichbaren Rahmen, allerdings waren zehn Prozent von weiter her gekommen. „Ob das Urlauber waren, oder wirklich Leute, die aus den Landkeisen Traunstein oder Rosenheim kommen, haben wir nicht eruiert“, erklärte der Bürgermeister.

50-Meter-Becken bei Sportlern beliebt

SPD-Fraktionssprecher Werner Noske, Vereinsvorsitzender und passionierter Schwimmer im TuS Töging, bestätigte, dass insbesondere das 50-Meter-Becken wegen seiner Kraulbahnen in Sportlerkreisen weitum beliebt sei.

Da sowohl der Bürgermeister als auch verschiedene Stadträte schon mehrfach darauf angesprochen wurden, gab es auch keinen Widerspruch beim Vorschlag von Bademeister Christoph Schuh, für rund 3500 Euro eine herausnehmbare, rutschfeste Einstieghilfe zu besorgen. Diese 53 Zentimeter breite Treppe aus Edelstahl soll mit ihren beiden Geländern künftig im 60-Grad-Winkel etwa 1,4 Meter tief ins Wasser führen und so beispielsweise älteren Besuchern den Einstieg vereinfachen.

Lob für ehrenamtliche Arbeit der Wasserwacht

Alle Fraktionen lobten übereinstimmend die Wasserwacht, die im Jahr 2019 an 78 Tagen knapp 3000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet hat. Nicht nur die 243 Mal, in denen dabei Erste-Hilfe geleistet wurde, sondern auch die 181 Schwimmabzeichen, die an Kinder und Jugendliche ausgegeben werden konnten, seien lobenswert. Stadträtin Brigitte Gruber (parteilos) lobte auch die zu dieser Badesaison renovierten Holzkabinen, in denen beispielsweise ganze Familien ihre Badesachen dauerhaft im Freibad Hubmühle lagern könnten. SPD-Bürgermeisterkandidat Günter Zellner regte an, dass man angesichts des Wetters in diesem Jahr, einmal über eine Solarheizung für das Bad nachdenken könne. Allerdings gab Bademeister Christoph Schuh zu bedenken, dass es angesichts der Konkurrenzangebote, wie in Altötting, mit seinem inzwischen ans Fernwärmenetz angeschlossenen Bad in Graming, keineswegs ein schlechter Sommer gewesen sei.

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