Bezaubernde Bergweihnacht – Ein gelungener Abend mit Monika Baumgartner im voll besetzten Stadtsaal

Die Tegernseer Alphornbläser mit Sandro Schmalzl (links) RATH

Im voll besetzten Mühldorfer Stadtsaal galt es „Bergweihnacht“ zu feiern. Die bekannte und beliebte Schauspielerin Monika Baumgartner war in die Kreisstadt gekommen, sie hatte den Münchner Tenor Sandro Schmalzl, die Familienmusik Servi aus Eching und die Tegernseer Alphornbläser mitgebracht.

Mühldorf –  Ein schöner, besinnlicher Abend nahm seinen Lauf, Monika Baumgartner freute sich, dass sich so viele Besucher die Zeit dafür genommen hätten. Abwechselnd brachten sich die Künstler in das Programm des Abends ein, bayerische Advents- und Weihnachtslieder und dazu passende Geschichten standen im Mittelpunkt.

Den Reigen der Erzählungen begann Monika Baumgartner mit der Gechichte „Worüber das Christkind lächeln musste“, die darin gipfelt, dass in der ansonsten auf das Sauberste gereinigten Krippe ein Floh ins Ohr des Christkinds hüpft und es kitzelt, worauf Maria sich gegenüber Josef äußert: „Sieh doch, es lächelt.“

In der Nachfolge des verstorbenen Siegfried Rauch

Sandro Schmalzl, 35-jähriger Tenor aus München, der schon den verstorbenen Siegfried Rauch bei der Bergweihnacht begleitet hatte, glänzte durch seine samtweiche und ausdrucksstarke Stimme. Unter anderem intonierte er „ Tauet Himmel, den Gerechten“, „Geh Hansl pack dei Binkei zam, wir gehen nach Bethlehem“ und „Kommt lasset uns anbeten“, dabei stets mit der Gitarre von Klaus Servi begleitet.

Eine „Stubenmusi“ ist die Familienmusik Servi, bestehend aus Gertraud und Klaus Servi, den Eltern, sowie aus den Söhnen Leonhard und Johannes. Diese äußerst musikalische Familie verfügt über eine breite Palette an Instrumenten, die beherrscht werden: Neben Gitarre, Harfe und Bass spielen die virtuosen Familienmitglieder auch Steirische Harmonika, Hackbrett, Trompete, Pikkolotrompete, Xylophon, Maultrommel und Flügelhorn. Ein besonderer Höhepunkt ist die Titelmusik aus dem beliebten Weihnachtsklassiker „Drei Nüsse für Aschenbrödel“.

Alphörner verbreiten besondere Stimmung

Die Tegernseer Alphornbläser, drei gestandene Mannsbilder mit ihren vier Meter langen Instrumenten, zauberten eine besondere Weihnachtsstimmung. Neben alpenländischen Weisen wie „Es wird scho glei dumpa“ spielten sie „Sierra Madre del Sur“.

Monika Baumgartners Geschichte von den „vier Kerzen“ entließ die Besucher mit Nachdenkenswertem. Die ersten drei Kerzen mit den Namen Frieden, Glaube und Hoffnung erlöschen. Ein Kind betritt den Raum und ruft zu den Kerzen: „Ihr sollt doch brennen!“. Da entgegnet die vierte Kerze: „Solange ich brenne, können wir die anderen drei Kerzen wieder entzünden. Mein Name ist Hoffnung.“

Mit dem gemeinsamen Singen des schönsten und berühmtesten Weihnachtsliedes: „Stille Nacht, heilige Nacht“ endete. Alle Besucher sangen die drei Strophen begeistert mit.

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Ohne eine Zugabe ging es an diesem Abend natürlich auch nicht: Die drei Alphörner erklangen ein letztes Mal, Tenor Sandro Schmalzl sang mit Trompetenbegleitung, „Bethlehem ist überall“, so rezitierte Monika Baumgartner mit der Harfenbegleitung von Gertraud Servi. Bethlehem war dieses Mal auch im Mühldorfer Stadtsaal, gut gelaunt und noch ein bisschen mehr weihnachtlich gestimmt, strömten die Menschen hinaus in die dunkle, kühle Nacht.

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