Berufsschulzentrum nimmt an Schulversuch teil und will damit Werte der Demokratie vermitteln

Setzen auf die Werte und Demokratieerziehung von links: Schulleiter Max Heimerl, Corinna Kifinger, Christina Ruprecht und Michelle Fritsche von von der Schülermitverwaltung und die Lehrer Raimund Kreutzer und Thomas Kagerer. Bauer
+
Setzen auf die Werte und Demokratieerziehung von links: Schulleiter Max Heimerl, Corinna Kifinger, Christina Ruprecht und Michelle Fritsche von von der Schülermitverwaltung und die Lehrer Raimund Kreutzer und Thomas Kagerer. Bauer

Es geht um die alltäglichen Dinge des Zusammenlebens, um Toleranz und Offenheit, um das Bewusstsein für Demokratie und Verantwortung: Das Berufliche Schulzentrum in Mühldorf nimmt an einem Schulversuch des Kultusministeriums teil, durch das Werte bewusst gemacht und gelernt werden sollen.

Mühldorf – Das Berufliche Schulzentrum in Mühldorf nimmt als eine von zehn bayerischen Berufsschulen am Schulversuch „Werte BS – Werte und Demokratie an der Berufsschule erfahren und erleben“ des Kultusministeriums teil. Damit soll die Wertebildung und Demokratieerziehung in Berufsschulen fördern. Wir sprachen über diesen Schulversuch mit Max Heimerl, Direktor des Beruflichen Schulzentrums in Mühldorf.

Warum nimmt ihre Schule an dem Programm teil?

Weil wir fest davon überzeugt sind, dass wir alle Werte brauchen. Sie machen jeden einzelnen von uns stärker und sind die existentielle Grundlage für unser Zusammenleben. Werte entstehen nicht von alleine, sondern müssen vermittelt und gelebt werden. Neben dem Elternhaus ist die Schule dafür ein ganz wichtiger Lern- und Entwicklungsort.

Wertevermittlung aus Überzeugung

Wir leben und vermitteln Werte aus Überzeugung. Von Toleranz, Respekt, Pünktlichkeit und den richtigen Umgangsformen bis hin zur Achtung vor Gott und der Bewahrung der Schöpfung. Das gibt uns übrigens auch die Bayerische Verfassung vor. Auch die Demokratie ist für uns ein Wert an sich. Sie basiert auf der Freiheit und der Gleichheit der Menschen.

Was gab den Ausschlag für die Aufnahme in das Programm?

Wir mussten unser bisheriges Engagement im Bereich Wertebildung und Demokratieerziehung erläutern und ein Konzeptpapier erstellen, in dem wir unsere Überlegungen und Pläne für die weitere Entwicklung darstellen.

Frühere Projekte ausschlaggebend

Als Kriterium für die Auswahl waren sicher unser früheres Projekt „Werte wieder wichtig“ ausschlaggebend.

Wie sieht die Umsetzung des Schulversuchs aus?

Wir setzen uns mit allen zusammen: Mit Lehrern, Schülervertretung, Elternbeirat und Schulforum diskutieren die Schwerpunkte, die wir setzen. Es geht nur miteinander, denn akzeptierte Werte müssen auf einem großen, soliden Fundament stehen. In der täglichen Praxis leben wir Werte bereits. Das geht beim Grüßen am Morgen los, geht bei Gesprächsregeln im Unterricht weiter und endet bei Respekt und Toleranz vor allen Menschen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden Sie setzen?

Wir wollen Werte und Demokratie im täglichen Umgang miteinander, im Unterricht sowie bei den Kontakten mit Betrieben und Eltern leben. Darüber hinaus arbeiten an unserem Schulzentrum Menschen mit knapp 60 unterschiedlichen Nationalitäten zusammen. Interview: Josef Bauer

+++Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

Kommentare