Fliegl Agrartechnik

Für eine optimale berufliche Bildung: Mühldorfer-Unternehmen eröffnet Ausbildungszentrum

Auf der Zerspannungsinsel wird fleißig gefräst, geschliffen und gedreht.
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Auf der Zerspannungsinsel wird fleißig gefräst, geschliffen und gedreht.

Das Mühldorfer Unternehmen Fliegl Agrartechnik nutzt die ehemalige Ausstellungshalle an seinem Filialsitz in Töging durch die Umgestaltung zum Fliegl Ausbildungszentrum wieder. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Dort ist eine moderne Lehrwerkstatt im Bereich Metallbau entstanden.

Mühldorf/Töging – „Nach dem Motto „Mit modernster Technik lehren für die Zukunft“ bietet das neue Fliegl Ausbildungszentrum (FAZ) auf 900 Quadratmeter optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufsausbildung“, betont Firmenchef Josef Fliegl. Dazu gehöre eine Ausstattung auf dem neuesten Stand der Technik, handlungsorientierter Unterricht und praxisorientierte Projekte, um mit innerbetrieblichen Schulungen den bestmöglichen Lernerfolg ermöglichen. „Dabei werden alle Lerninhalte ständig mit den vielfältigen Anforderungen der Produktion abgestimmt und gehen dabei weit über die üblichen Themen der Berufsausbildung hinaus.“

900 Quadratmeter für optimale Ausbildung

Neben einem intensiven Einblick in die Betriebsabläufe der unterschiedlichen Produktionsabteilungen können die Auszubildenden so technische Kenntnisse und Know-how erlangen, die sie nach ihrer Berufsausbildung für die Arbeit bei Fliegl oder anderen Firmen qualifizieren.

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In enger Abstimmung mit den Produktionsabteilungen der Fliegl Agrartechnik seien die Lerninhalte speziell für Auszubildende in den Berufen Metallbauer, Mechatroniker und Industriemechaniker entwickelt worden. „Die Auszubildenden fertigen nicht nur Bauteile, sondern lernen vor allem die Handhabung der Werkzeuge und Maschinen von der Pike auf“, so Fliegl. Dabei stehe ihnen moderne Technik zur Verfügung: Lasertechnik zur Bearbeitung von Stahlblechprofilen, Drehbänke und Fräsmaschinen oder ein hightech Schweißroboter. Natürlich würden den Azubis trotz Roboter auch Schweißverfahren gelehrt.

In der Laserschweißzelle betreten Auszubildende die Hightech-Zone.

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Im Fliegl Ausbildungszentrum werde aber auch Wert daraufgelegt, die gefertigten Teile im Kontext zu sehen. Daher beinhaltet der Lehrplan auch technisches Zeichnen auf Papier sowie am PC. Darauf aufbauend können die Azubis so selbst Produkte entwerfen und konstruieren sowie die dafür benötigten Materialien auswählen und planen.

Azubis führen ganze Projekte durch

Grundsätzlich beinhaltet ein Projekt Planung, Durchführung, Ergebniskontrolle, Präsentation sowie Fehleranalyse und -dokumentation. Die Projekte sind dabei so gewählt, dass die Auszubildenden nicht nur in mechanischen Arbeiten wie Fertigen mit handgeführten Werkzeugen, Bohren, Drehen, Fräsen, Schweißen, Lasern und Abkanten geschult werden, sondern auch in technischeren Bereichen wie Hydraulik und Pneumatik oder Oberflächenbehandlung und Korrosionsschutz sowie in allgemeinen Bereichen wie Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit oder Kraft, Drehmoment und Statik.

Neben den Auszubildenden in technischen Berufen profitieren auch Produktdesigner und Fachkräfte für Lagerlogistik vom neuen Ausbildungszentrum: Sie erhalten hier eine Einführung in Technik und Betriebsabläufe und gewinnen so ein wertvolles Verständnis, das für ihr Arbeitsfeld eine große Bereicherung darstellt.

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