Corona-Regeln

Bei Flossings Pfarrer Armin Thaller bringt Diskussion um Christmette das Fass zum Überlaufen

Die staatlichen Regeln für die Weihnachtsfeiertage kann Pfarrer Armin Thaller nicht gutheißen. Mittlerweile sind ihm die Einschränkungen zu weitreichend.
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Die staatlichen Regeln für die Weihnachtsfeiertage kann Pfarrer Armin Thaller nicht gutheißen. Mittlerweile sind ihm die Einschränkungen zu weitreichend.
  • Robert Wagner
    vonRobert Wagner
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„Es reicht!“ Für Flossings Pfarrer Armin Thaller brachte die Diskussion um die Christmette das Fass zum Überlaufen. Dabei weist er explizit darauf hin, dass er seit Beginn der Pandemie Anfang des Jahres alle Maßnahmen der Regierung mitgetragen und darum geworben habe, den Anordnungen Folge zu leisten.

Flossing/Polling/Oberneukirchen – Denn, so der Pfarrer des Pfarrverbandes Flossing: „Der größte Fehler der Regierung wäre es nämlich, nicht zu handeln“. Auch wenn, wie von ihm erwartet, manche Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg gehabt habe, sei es doch wichtig gewesen, zu handeln.

Infektionsketten wieder nachverfolgbar machen

Dabei sei es letztendlich nicht nur die Regelung an Weihnachten, die Pfarrer Thaller umtreibe. Es gehe ihm um die Gesamtsituation, um die Gründe, die zur unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus beitragen, um die Ansätze, wie man dieser Ausbreitung entgegenwirken kann: „Die Regierung war der Ansicht, die Situation bei Inzidenzwerten unter 30, die wir bereits hatten, in den Griff zu bekommen. Das war ein Irrtum, für den wir jetzt den Preis bezahlen. Wir haben Einschränkungen bei der Freiheit von Religions- und Berufsausübung, bei der Versammlungsfreiheit und nicht zuletzt bei unseren Sozialkontakten.“

Für eine wirksame Bekämpfung der Pandemie sei es wichtig, so der Pfarrer, dass die Gesundheitsämter in der Lage seien, die Infektionsketten effektiv nachzuverfolgen, um Infizierte oder Kontaktpersonen zu isolieren.

Ziel wäre lückenlose Nachverfolgung

Weil das nicht funktioniert habe, müssten jetzt alle in den Lockdown. „Für eine lückenlose Nachverfolgung fehlen den Behörden nach wie vor die Instrumente, weil über allem der Datenschutz steht“, moniert Thaller.

Pfarrer Thaller befürworte Investitionen in die Entwicklung einer effektiven Corona-WarnApp und ergänzt: „Ich jedenfalls wäre bereit, meine Bewegungs- und Kontaktdaten für drei Wochen speichern zu lassen, wenn ich andere damit schützen würde und das gesellschaftliche Miteinander wieder stattfinden könnte, sei es in der Kirche oder auch im Gasthaus, im Kino oder bei einem Konzertbesuch.“

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