Landwirte demonstrieren

Bauern wiederholen: Der Milchpreis ist zu niedrig

Der Milchpreis gilt generell als zu niedrig. Das hat in der vergangenen Woche zur Protestaktionen von Landwirten geführt.
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Der Milchpreis gilt generell als zu niedrig. Das hat in der vergangenen Woche zur Protestaktionen von Landwirten geführt.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Molkereien zahlen unterschiedliche Preise – Wenn Landwirte verdienen wollten, wären 50 Cent notwendig

Mühldorf/Haag – Zu Diskussionen über den Milchpreis haben die Bauern-Demonstrationen in der vergangenen Woche geführt. Der Chef des Milchwerks Jäger, Hermann Jäger, bezeichnete den von Landwirten genannten Preis von 31 Cent pro Liter als nicht richtig. Seine Molkerei zahle aktuell 34 Cent pro Liter als Basispreis. Jäger gab zu, dass andere Molkereien weniger zahlten, vor allem in Norddeutland gebe es oft nur 31 Cent.

39 Cent würden die Produktionskosten decken

Wieviel Almil zahlt, die in Weiding Milchprodukte herstellt, war nach der Demonstration nicht zu erfahren. Das zu Hochwald gehörende Unternehmen war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Milchbauernsprecher Martin Hahn macht deutlich, dass der Milchpreis unabhängig von Unterschieden zwischen einzelnen Molkereien generell zu niedrig sei. Um die Produktionskosten decken zu können, müssten Molkereien mindestens 39 Cent je Liter zahlen. Wenn Landwirte daran verdienen wollten, wären 50 Cent notwendig.

Der Milchpreis ist teilweise starken Schwankungen unterworfen, so lag er im Oktober 2013 bei über 41 Cent. Im Sommer 2016 fiel er auf unter 24.

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