Banger Blick auf den Inn im Landkreis Mühldorf: Die Hochwasser-Situation am Dienstagmittag

Der Inn bei Mühldorf hat viel Wasser, aber noch nicht zu viel. Bis in die Mittagsstunden bleibt der Landkreis von größeren Überschwemmungen verschont.
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Der Inn bei Mühldorf hat viel Wasser, aber noch nicht zu viel. Bis in die Mittagsstunden bleibt der Landkreis von größeren Überschwemmungen verschont.

Der Landkreis Mühldorf bleibt vom Hochwasser derzeit fast verschont, lediglich der Gallenbach ist über das Ufer getreten. Die Feuerwehr rechnet auch in den nächsten Stunden nicht mit einem starken Anstieg der Pegel und Überschwemmungen.

Mühldorf – Der Landkreis Mühldorf kommt derzeit fast unbeschadet durch den heftigen Regen und das Hochwasser. Bis in die Mittagsstunden gibt es lediglich kleinere Überschwemmungen.

Trotzdem schauen die Feuerwehren gespannt auf die Flüsse in ihrem Bereich und auf die Pegelstände. Um 10.45 ist Mühldorfs Kommandant Martin Strasser noch skeptisch: „Das Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim korrigiert quasi stündlich die Prognosen nach oben. Wir warten jetzt noch bis Mittag ab. Wenn sich die Lage dann nicht entspannt, werden wir mit dem Befüllen von Sandsäcken beginnen.“

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Hochwasserwarnung seit 7.11 Uhr

Neuralgische Punkte sind vor allem die Firma ODU, die trotz des begonnenen Hochwasserschutzes noch immer gefährdet ist. Ebenso hat der Mühldorfer Kommandant die Lände auf dem Schirm und die Innkurve auf Höhe der Aral-Tankstelle an der ehemaligen B 12. Hilfrei sei der Innkanal. „Der fängt beim Pegel knapp einen Meter ab. Das hilft uns ungemein“, sagt Strasser.

Prognose für Mühldorf am Inn

Wenn die Prognosen stimmen, bleibt die Stadt Mühldorf auch in den näcshten Stunden von größeren Überschwemmungen verschont. Feuerwehrkommandant Strasser spricht von gut sechs Metern, die es nach derzeitigen Stand werden sollen. „Der Innradweg ist schon gesperrt, die Innfähre auch“, sagt er zu den bisherigen Auswirkungen.

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Mehr sollte aber nicht passieren: „Wenn der Pegel nicht über sechs Meter steigt, müssen wir keine Straßen sperren“, auch Häuser bleiben dann verschont. Trotz der Vorhersage bleibt die Feuerwehr aufmerksam: „Wir beobachten den Pegel an der Mangfall und bei Rosenheim genau“, sagt er. Denn das Hochwasser aus diesem Bereich kommt bekanntlich mit zeitlicher Verzögerung auch in Mühldorf an.

Seit 7.11 Uhr gilt auch für Mühldorf eine Hochwasserwarnung für den Inn, der sich allerdings relativ friedlich zeigt. Auch an Rott und Isen bleibt es ruhig Der Pegel der Rott ist in der Nacht lediglich um 15 Zentimeter auf 79 Zentimeter angestiegen und hat sich dann nicht mehr verändert. Auf maxmal 95 Zentimeter soll ersteigen, weit unter der Meldestufe eins, die bei, die am Pegel Kinning bei 1,90 Meter liegt. Größere Feuerwehrinsätze gibt es damit bis Mittag nicht, wie Mühldorfs Kreisbrandrat Harry Lechertshuber betont.

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Gallenbach überflutet Staraße

Lediglich bei Taufkirchen überflutet der Gallenbach die Straße nach Waldhausen. OVB-Mitarbeiterin Marianne Fill, die in Sonham wohnt, hat nachgemessen: 45 Liter Regen fallen bis in die Mittagsstunden.

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Auch die Feuerwehr Kraiburg wartet zur Mittagszeit noch ab. Kommandant Günther Stuiber sagt: „Es ist alles entspannt.“ Auf 5,55 Meter beziffert er den Pegel bei Kraiburg, das in der Vergangenheit häufiger von Hochwassern heimgesucht worden ist. Für die nächsten Stunden rechnet Stuiber allerdings nicht mit einer Gefahr: „Die Vorhersage geht auf etwa sieben Meter, das macht uns noch kein Problem.“

Bahn muss einzelne Strecken sperren

Vom Hochwasser betroffen sind auch Strecken der Südostbayernbahn, allerdings eher im südlichen Bereich. Zwischen Prien und Aschau geht lange nichts, auch zwischen Siegsdorf und Ruhpolding herrscht Stillstand, die Bahn kann auf beiden Strecken wegen der Überschwemmungen in diesem Bereich auch keine Busse einsetzen.

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