Der Badeweiher wird wiederbelebt

Beim Spatenstich zum Heldensteiner Badeweiher: Zweiter Bürgermeister Rupert Müller, Bürgermeisterin Antonia Hansmeier, Landrat Maximilian Heimerl, Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber und Kreisrat Sigi Höpfinger (von links).
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Beim Spatenstich zum Heldensteiner Badeweiher: Zweiter Bürgermeister Rupert Müller, Bürgermeisterin Antonia Hansmeier, Landrat Maximilian Heimerl, Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber und Kreisrat Sigi Höpfinger (von links).

Heldenstein – Passend zum Spatenstich für den neugestalteten Heldensteiner Badeweiher kam das Wasser von oben, was den Spaß von Bürgermeisterin Antonia Hansmeier aber nicht verderben konnte.

Eines ihrer ersten Projekte seit ihrem Amtsantritt nimmt nun Gestalt an: Der Badeweiher nahe des Heldensteiner Sportplatzes. Die Bürgermeisterin blickte kurz auf die Historie dieser bei Jung und Alt beliebten Freizeitmöglichkeit zurück: Bereits im Jahre 1976 startete dieses Projekt unter dem damaligen Bürgermeister Rupert Kamhuber, es galt 20 000 Kubikmeter an Erde zu bewegen, um das Gelände einzuebnen und den Weiher auszuheben. Bürgermeister Kamhuber, so seine Nachfolgerin, sei damals mit solchem Eifer selbst an den Arbeiten beteiligt gewesen, dass er mit einem Unimog in den Badeweiher fuhr.

Wiedereröffnungim August geplant

Die Arbeiten waren kostengünstig, leistete der Sportverein doch über 3000 Arbeitsstunden, die Gemeinde beteiligte sich nicht unerheblich finanziell. Am 21. Juli 1979 weihte der damalige Pfarrer Burger den Badeweiher ein, um den andere Kommunen die Gemeinde Heldenstein beneiden. Für den 1. August wünscht sich Antonia Hansmeier die Wiedereröffnung der Badesaison in Heldenstein.

Auch für Landrat Max Heimerl ist der Badeweiher eines der ersten Projekte seit seinem Amtsantritt, neben dem auch Heldenstein betreffenden Ausbau der Bahnlinie München – Salzburg.

Er freute sich, dass jetzt eine Lösung für den Badeweiher gefunden worden ist, der seit 2017 aus hygienischen Gründen immer wieder geschlossen werden musste. Damals trat ein neues Gesetz in Kraft, nach dem künstliche Gewässer wie der Badeweiher entweder biologisch oder chemisch gereinigt werden müssen.

In Heldenstein ist dies jetzt auf biologische Art und Weise möglich, aus dem ehemaligen Kinderplanschbecken wird ein Regenerierbecken, in welches das Badewasser geleitet und gereinigt wird. Die dazu verwendete Filteranlage ist technisch auf dem allerneuesten Stand.

Der Landtagsabgeordnete Dr. Marcel Huber zollte der Gemeinde Heldenstein Respekt, so dynamisch wie sie das „Projekt Badeweiher“ angegangen war, Gemeinde, Bauhof und Landratsamt hätten an einem Strang gezogen, um eine Lösung zu finden, die sowohl natur- und umweltbewussten Anforderungen entspräche als auch gesundheitsverträglich sei. Der Badeweiher in Heldenstein sei mit der Ampfinger Lagune vergleichbar, diese weise nur größere Dimensionen auf.

Eine wichtigeEinrichtung

Kreisrat Sigi Höpfinger kann sich ein Heldenstein ohne Badeweiher gar nicht vorstellen. Schon unter Bürgermeister Kamhuber habe es diese Freizeitanlage gegeben, als andere Gemeinden noch gar nicht wussten, wie man das Wort „Freizeitanlage“ schreibt. Er regte die Gründung einer „Stiftung Badeweiher“ an, sei er doch schon des Öfteren von Heldensteinern angesprochen worden, die etwas für den Badeweiher spenden möchten. Auch angesichts der Tatsache dass viele Kinder heutzutage nicht mehr schwimmen könnten, halte er den Badeweiher für sehr wichtig.

Nun bleibt nur zu hoffen, dass ab August in Heldenstein ungetrübtes Badevergnügen herrscht.

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