Oberbergkirchen: Bach soll künftig ruhiger fließen, aber Behörde bremst

Der Gewässerunterhalt ist eine wichtige und laufende Aufgabe der Gemeinde. Durch die Abflachung der Ufer und die Anhebung des Bachbettes (hier am Beispiel des Aidenbaches) wird die Fließgeschwindigkeit vor allem bei starken Regenfällen verringert und es kommt seltener zu Überschwemmungen der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen.
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Der Gewässerunterhalt ist eine wichtige und laufende Aufgabe der Gemeinde. Durch die Abflachung der Ufer und die Anhebung des Bachbettes (hier am Beispiel des Aidenbaches) wird die Fließgeschwindigkeit vor allem bei starken Regenfällen verringert und es kommt seltener zu Überschwemmungen der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen.

An der Rott und am Aidenbach: Uferabflachungen und Bachbett-Anhebungen sollen in Zukunft Überschwemmungen verhindern. Und Oberbergkirchen darf sich auf einen hohen Fördersatz freuen.

Von Sabine Gillhuber

Oberbergkirchen– Zur Umsetzung der sogenannten Wasserrahmenrichtlinie sind mehrere Gewässerunterhaltungsmaßnahmen im Gemeindebereich von Oberbergkirchen geplant. Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim teilte nun mit, welche dieser Maßnahmen genehmigt und mit einem Zuwendungssatz von 75 Prozent gefördert werden.

Realisierung noch in diesem Jahr

Es sollen demnach unter anderem Uferabflachungen und Bachbett-Anhebungen an der Rott zwischen Geiselharting und Kremsrott sowie bei Gerling, an einem Seitenarm der Rott bei Vatersham sowie am Aidenbach zwischen Perlesham und Aidenlack umgesetzt werden. Die Realisierung muss laut Wasserwirtschaftsamt noch im Jahr 2020 erfolgen.

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Treffen die Kosten in der kalkulierten Form zu, so beläuft sich der gemeindliche Anteil auf 10 500 Euro (25 Prozent von insgesamt 42 000 Euro). Die Grundstücksanlieger haben sich mit pauschal 150 Euro zu beteiligen, heißt es dazu.

Bürgermeister Michael Hausperger (CSU) ergänzte dazu, dass die Maßnahmen stets auch im Sinne der anliegenden Landwirtschaft seien, da zum Beispiel durch die Abflachung des Ufers Probleme mit dem Biber vermieden werden können.

Probleme mit Biber werden vermieden

Gemeinderatsmitglied Franz Gottbrecht (CSU) erkundigte sich, ob die Untere Naturschutzbehörde die Umsetzung der Maßnahmen überprüft beziehungsweise besichtigt. Hausperger erklärte, dies sei nicht der Fall, da die Maßnahmen ohnehin gemäß der Wasserrahmenrichtlinie ausgeführt werden müssten, um die Förderung zu erhalten.

Keine Einholung weiterer Angebote

Der Auftrag für die Ausführung der Arbeiten wurde einstimmig an den Zweckverband zur Unterhaltung der Gewässer III. Ordnung erteilt, eine Einholung weiterer Angebote ist in diesem Fall nicht nötig.

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