Aufzüge am Bahnhof Mühldorf: Zum Defekt kommt der Dreck

Karl Neulingerist begeisterter Rad- und Bahnfahrer. Das lasse sich gut kombinieren, sagt er, Probleme gebe es erst am Bahnhof in Mühldorf. Honervogt
  • Markus Honervogt
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Die häufigen Ausfälle der Aufzüge am Bahnhof ärgern viele Bahnreisende. Auch jetzt kritisiert wieder ein Leser der Heimatzeitung die Aufzüge, es ist der ehemalige Kreisbrandrat Karl Neulinger, der die ständigen Defekte anprangert. Deren Ende ist auch auf Monate nicht absehbar.

Mühldorf – Als Karl Neulinger noch der oberste Feuerwehrmann im Landkreis war, hatte er wenig Zeit, um Fahrrad zu fahren. Seit der ehemalige Kreisbrandrat im Ruhestand ist, nutzt er immer wieder Radl und Zug, fährt mit dem Fahrrad nach Landshut, Rosenheim oder Burghausen und lässt sich von der Südostbayernbahn gemütlich zurückchauffieren.

So weit so gut, gäbe es nicht am Bahnhof Mühldorf ein Ärgernis, dass ihn wie viele andere stört: die häufig defekten Aufzüge. Dass die mitunter auch noch vermüllt sind, verschärft den Unmut. Abfall, Zigarettenkippen, Pappschachteln hat Neulinger schon entdeckt. Im missfällt auch, dass die Glasscheiben des Stegs oft völlig verstaubt und verschmiert sind.

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Die Technik der drei städtischen Aufzüge auf Gleis eins, drei und fünf ist seit Jahren äußerst störungsanfällig. Vor Monaten beschloss die Stadt deshalb die Sanierung der Aufzüge. Bislang hat sich aber nichts getan. „Leider muss der Umbau der Technik der bestehenden Aufzüge von einer anderen Firma durchgeführt werden, da es Probleme mit dem ausführenden Unternehmen gab“, erklärt dazu Bürgermeisterin Marianne Zollner, ohne auf die Art der Probleme einzugehen. „Es war gar nicht so einfach, eine Fachfirma zu finden, die die bestehenden Aufzüge modernisiert.“

Jetzt liege aber ein Angebot vor. Um Pannen zu vermindern, soll die komplette elektronische Aufzugssteuerung erneuert und ein neues Hydraulikaggregat eingebaut werden. Die Bahn werde zeitgleich ihre Aufzüge auf den Gleisen zwei und vier erneuern. Zehn Tage lang stünden die Aufzüge dann still.

Schon häufig berichtet: Aufzüge am Bahnhof schon wieder defekt

Bevor es soweit ist, muss der Bauausschuss grünes Licht geben, das soll im Dezember geschehen. „Etwa vier Monate nach endgültiger technischer Klärung und Auftragserteilung kann die Umsetzung erfolgen“, heißt es in der Antwort der Stadt auf die Anfrage des Mühldorfer Anzeigers.

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Um gegen Dreck und Müll vorzugehen, kontrollieren die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs nach Angaben der Stadt täglich den Steg, die Glasscheiben werden regulär viermal im Jahr durchgeführt. In die Aufzüge geht das Putzpersonal monatlich, die Handläufe sind alle zwei Monate dran. „Bei akuten Verschmutzungen finden Sonderreinigungen statt, oft während des Oktoberfests“, teilt die Stadt mit. hon

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