AUS DEM GEMEINDERAT

Artenschutz noch Thema

Hausmanning I wird wohl ab März 2017 erschlossen. kob
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Hausmanning I wird wohl ab März 2017 erschlossen. kob

Zangberg – Der Zangberger Gemeinderat hat den Bebauungsplan für das Neubaugebiet Hausmanning I minimal an Forderungen an den Artenschutz angepasst.

Der Entwurf des Bebauungsplanes lag bereits öffentlich aus. Außerdem hatten die Träger öffentlicher Belange Gelegenheit, Stellung zu nehmen.

Das Landratsamt Mühldorf hatte in diesem Zuge insbesondere zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung noch Anmerkungen, um Tiere zu schützen, die durch das Neubaugebiet einen Lebensraum verlieren könnten. Georg Obermaier, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen, trug diese im Gemeinderat vor.

Die Mühldorfer Behörde fordert unter anderem, dass das Baufeld vor oder nach der Brutzeit der Feldlerche freigemacht wird, also von Anfang Oktober bis Ende Februar. Um Fledermäuse möglichst wenig zu beeinträchtigen, soll bei der Beleuchtung des Wohngebietes unter anderem kein Weißlicht zum Einsatz kommen. Das unweit des Neubaugebiets gelegene Feuchtbiotop solle während der Brutzeit einiger Vögel nicht betreten werden. Zusätzlich gibt es eine vorgezogene Ausgleichsmaßnahme. Diese wird nötig, da durch den Baubeginn nicht mehr sicher ermittelt werden kann, ob die Feldlerche in dem Gebiet wirklich vorkommt oder nicht.

Rücksicht auf die Feldlerche gefordert

Daher wird davon ausgegangen, dass sie dort heimisch ist, und durch den Bau neue Lebensräume finden muss. Blüh- und Brachestreifen sowie sogenannte Feldlerchenfenster wurden als Ausgleich festgesetzt.

Das Landratsamt regte an, diese Maßnahmen auch in schriftlicher Form im Bebauungsplan festzusetzen. Darüber hinaus gab es nur geringfügige textliche Änderungswünsche. Diesen wurde nachgekommen.

Bei den Maßnahmen zum Schutz einiger Tierarten beschloss der Gemeinderat, diese nicht in den Bebauungsplan aufzunehmen. Dies bedeute nämlich, dass der Bebauungsplan erneut geändert und öffentlich ausgelegt werden müsste, so Georg Obermaier. Letzten Endes müsse ohnehin lediglich die Gemeinde als Erschließungsträgerin des Neubaugebietes gebunden werden. Allerdings betraute der Gemeinderat ein Umwelt-Planungsbüro mit der ökologischen Baubegleitung.

Extremhochwasser berücksichtigen

Das Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim forderte, im Text deutlich zu machen, dass zwar dem Schutz vor 100-jährlichem Hochwasserereignissen Rechnung getragen wurde, nicht aber sogenanntem Extremhochwasser. Dieser Forderung kam das Gremium nach. kob

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