Anwohnern ist es an der A94 zu laut: Sie übergeben eine  Unterschriftenliste an Dr. Marcel Huber

Der Lärmschutz an der A 94soll verstärkt werden. mayer
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Der Lärmschutz an der A 94soll verstärkt werden. mayer

„Lärmbelastung für die Anwohner darf eine tolerable Grenze nicht überschreiten!“ – Landtagsabgeordneter kündigt im aktuellen Interview Nachbesserungen an: Zusätzlicher Lärmschutz am neuen Autobahnabschnitt rund um Obertaufkirchen

Ampfing – Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber hat Unterschriftenlisten über Lärmbelästigungen an der A 94 erhalten. Diese betreffen die Orte Reibersdorf und Schwindach, Gemeinde Schwindegg. Sie beklagen erhebliche Lärmbelästigung, je nach Windrichtung und Luftdruck an der A 94. Des Weiteren erhielt Dr. Marcel Huber ein Schreiben des Bürgermeisters von Obertaufkirchen. Es wird der unzureichende Lärmschutz, insbesondere auf den Brücken, für die Ortsteile Pfaffenkirchen, Frauenornau, Mitterrimbach, Friedlrimbach, Mimmelheim und Deutenheim kritisiert.

Die Heimatzeitung sprach mit dem heimischen Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber über mögliche Hilfen und Verbesserungen beim Lärmschutz.

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Wie viele haben sich an Sie um Hilfe gewandt?

In den letzten Tagen haben sich eine Reihe von Menschen an mich gewandt – teilweise schriftlich, teilweise mündlich – die genaue Zahl ist schwer zu bemessen. Die Beschwerden wurden meist in Vertretung der Anwohner einer ganzen Siedlung, oder eines Dorfes vorgetragen und betreffen nicht nur den Landkreis Mühldorf. Die Kollegin Scharf berichtet über eine vergleichbare Situation entlang der Neubaustrecke der A 94 im Landkreis Erding.

Welche Möglichkeiten sehen Sie, diesen Anwohnern eine Entlastung zu bringen?

Zunächst braucht es eine konkrete Analyse, wo überall der Lärmschutz den Erwartungen der Menschen nicht entspricht. In der Planfeststellung wurde ja versucht, die zu erwartende Lärmbelastung entlang der Strecke vorauszuberechnen und durch geeignete Maßnahmen schon beim Bau zu reduzieren. Wenn die ergriffenen Maßnahmen aber nicht reichen ist es zwingend durch geeignete Nachbesserungen eine erträgliche Situation für die Menschen herbeizuführen, die entlang der neuen Autobahn leben. Ich werde mich mit der Kollegin aus Erding beim Bundesminister dafür einsetzen, dass an den Stellen, an denen eine unzumutbare Belastung herrscht, ein zusätzlicher Lärmschutz errichtet wird.

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Stehen Sie in Kontakt mit der Autobahndirektion?

Ich hatte schon Gespräche mit den zuständigen Stellen und dem Bayerischen Verkehrsminister - die Mitarbeiter im Bauministerium und in der Autobahndirektion haben bereits Kenntnis über den Sachverhalt, letztere durch meinen Kollegen Staatssekretär Stephan Mayer. Auch im Landtag werden wir nächste Woche mit den Verantwortlichen sprechen. Darüber hinaus ist aber auch das Bundesverkehrsministerium in die Angelegenheit einzubinden, da es sich bei der Autobahn um ein Bundesprojekt handelt.

Was raten Sie den Anwohnern?

Wenn in einer Region, in der bisher keine übergeordnete Verkehrsverbindung war, plötzlich eine Autobahn läuft, steigt unvermeidbar die Lärmbelastung für die Anwohner. Diese darf jedoch eine tolerable Grenze nicht überschreiten. Was zumutbar ist und was nicht regeln gesetzliche Bestimmungen. Wer glaubt, dass seine Situation heute nicht den Regeln entspricht, sollte dies seinen Abgeordneten mitteilen. Eine Überprüfung der tatsächlichen Situation und der möglichen Abhilfen ist bereits eingeleitet. Diese gilt es zunächst abzuwarten. Interview: Josef Bauer

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