Anwohner wünscht sich mehr Privatsphäre

Kraiburg – Noch ist keine Entscheidung über einen Sichtschutzzaun an einem Grundstück in Frauendorf gefallen.

Doch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zeichnete sich ab, dass nicht alle dem Antrag zustimmen.

1,60 Meter hoch soll der Zaun in Frauendorf werden, um sich zur Staatsstraße hin etwas mehr Privatsphäre zu verschaffen. Doch der Bebauungsplan lässt nur eine Höhe von einem Meter zu, weshalb der Grundstückseigentümer dafür eine isolierte Befreiung benötigt.

Noch liegt keine Stellungnahme des Staatlichen Bauamts vor. Die Vorgaben zum Sichtdreieck an der Ausfahrt zur Staatsstraße werden eingehalten.

Die Meinungen im Gremium gingen auseinander. Claudia Pickart (Die Grünen) und Gerhard Preintner (UWG) befürchteten, einen Präzedenzfall zu schaffen. Ein Sichtschutz lässt sich auch ästhetischer und ökologischer gestalten, wie Claudia Pickart anmerkte. „Eine Eingrünung erfüllt den gleichen Zweck und passt mehr ins Bild“, stimmte auch Dr. Ludwig Kamhuber (CSU) zu. Sichtschutz ja, aber keine Betonmauer.

Andererseits gab es Verständnis für den Wunsch nach einem Sichtschutz. Weil das Grundstück tiefer als die Staatsstraße liegt, sei der Blick auf die Terrasse frei, waren sich die Räte einig. „Das Grundstück liegt nicht in der Ortsmitte, sondern direkt an der Staatsstraße“, gab Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) zu bedenken. Adrian Hilge (SPD) kamen 1,60 Meter nicht hoch vor. In Gebieten ohne Bebauungsplan sind bis zu zwei Meter zulässig.

Bevor der Rat eine Entscheidung über den Antrag trifft, will die Gemeinde mit dem Eigentümer sprechen. Weil nicht klar war, wie dieser Sichtschutzzaun gestaltet werden soll, die Gemeinde aber konkret nichts vorschlagen kann, einigte sich das Gremium, den Antrag zurückzustellen. hi

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