Ein anderes Bild von Bayern zeigen

30000 Euro fürs Heimatfilmfestival: Mitinitiator Syr, Kabarettistin Fitz, Vorsitzender Knoblauch und VR-Bank-Vorstand Reinhard Frauscher wollen mit der Biennale Bavaria International Glamour und Flair in die Region bringen. vl
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30000 Euro fürs Heimatfilmfestival: Mitinitiator Syr, Kabarettistin Fitz, Vorsitzender Knoblauch und VR-Bank-Vorstand Reinhard Frauscher wollen mit der Biennale Bavaria International Glamour und Flair in die Region bringen. vl

– Die VR meine Raiffeisenbank unterstützt das Filmfestival „Biennale Bavaria International“ mit 30 000 Euro.

Ab Oktober 2019 sollen alle zwei Jahre „Neue Heimatfilme“ in der Region gezeigt werden (wir berichteten).

„Uns geht es ja nicht um Gewinnmaximierung, sondern um die Förderung aller unserer Mitglieder“, erklärte Reinhard Frauscher, Vorstandsmitglied der Volksbank-Raiffeisenbank in den Landkreisen Altötting und Mühldorf bei der Spendenübergabe. „Kino ist grundsätzlich für alle unsere Kunden interessant!“ Nach Vorstellung der Bank profitiert von dem Engagement nicht nur der Fremdenverkehr, sondern auch die Unternehmen in der Region können jungen Mitarbeitern den Standort mit einem hochwertigen kulturellen Angebot schmackhaft machen.

„Das soll keine elitäre Veranstaltung in der Landeshauptstadt werden, denn wir wollen auch Regisseure, Schauspieler und Premieren hierher bekommen, damit unsere Bürger und die Jugend es hautnah erleben“, erklärte SPD-Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch, der Vorsitzende des Filmfestival-Vereins. 25 Städte und Gemeinden, von Wasserburg über Rosenheim, Traunstein, Trostberg, Burghausen, Altötting, Mühldorf bis Haag sollen ab Herbst kommenden Jahres regelmäßig Gastgeber für die Filmfestspiele sein.

Bei der Spendenübergabe sagte Kabarettistin Lisa Fitz: „In dieser Hinsicht sind wir hier noch keine Weltbürger, sondern Kleinbürger. Vor einem Publikum in Mittel- oder Norddeutschland beispielsweise, wird man da immer noch belächelt.“

Dabei gibt es Produktionen, die Bayern nach Ansicht der Heimatfilmfestivalmacher gut repräsentieren. Im Gegensatz zu den kitschigen Heimatfilmen aus den Jahren nach dem Weltkrieg habe sich der Heimatfilm seit den 1980er-Jahren zu einem ernstzunehmenden Filmgenre entwickelt, verbunden mit Namen, wie Franz Xaver Bogner, Joseph Vilsmaier oder Marcus Rosenmüller.

Nach Vorstellung der Organisatoren sollen es neben der Privatwirtschaft auch die Städte und Gemeinden oder beispielsweise Kunstvereine als Chance begreifen, indem sie die verschiedenen geplanten Veranstaltungen mit einem passenden Rahmenprogramm flankieren: regionale Literatur, Volkstheater oder hiesige Musikgruppen können sich auf diese Weise einem größeren Publikum präsentieren. „Das ist noch ein gutes Stück Arbeit“, sagt Mitinitiator Peter Syr. Denn neben der Suche nach Sponsoren und Förderern müsse natürlich auch das Angebot sorgfältig ausgewählt werden und den passenden Spielorten zugewiesen werden.

Während sich beispielsweise für interreligiöse Filme besonders das Kultur- und Kongressforum in Altötting anbiete, sollten in der Kategorie „Fremde Heimat“ noch unbekannte Filmemacher aus fremden Ländern eine Plattform beim Festival erhalten. pbj

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