Anderen helfen

Wie man es auch dreht und wendet, am Ende läuft wieder alles auf das gleiche Thema hinaus: Corona.

Eigentlich kann man es selbst schon gar nicht mehr hören, aber so sehr man sich bemüht, man kommt einfach nicht dran vorbei.

Dass jetzt so viele Einrichtungen trotz funktionierendem Hygienekonzepts geschlossen haben, sorgt für Ärger und Unverständnis. Verständlich. Auf der anderen Seite das Coronavirus, das längst noch nicht dazu bereit ist lockerzulassen. Bleibt nur eins: Abstand halten, auch wenn es noch so schwer ist! Eine Alternative gibt es nicht, selbst ein Lockdown-Light ist schlimmer. Wer sich jetzt zurücknimmt, hilft damit allen anderen.

Anderen helfen – dafür gibt es kein besseres Symbol als den heiligen Martin. In dieser Woche haben die Kindergärten zumindest im kleinen Kreis wieder an die Legende des Bischofs erinnert. Aber genau unter dem Deckmantel des Heiligen versteckten sich nun Eltern in Bayerns Städten wie München, Passau oder Kaufbeuren.

Was auf den ersten Blick wie ein Martinsumzug schien, war in Wirklichkeit eine getarnte Corona-Demo. Dass Eltern Kinder für ihre Anti-Corona-Haltung einspannen und ihnen eine Corona-Laterne in die Hand drücken, das geht gar nicht.

„Mögt ihr Masken?“ Was sollen Kinder darauf antworten? Hand hoch: Wer behauptet denn voller Inbrunst, dass er Masken mag? Auch wer hinter allen Corona-Maßnahmen steht, hat noch längst nicht die Masken zu seinem neuen Lieblings-Accessoire ernannt.

Machen wir uns nichts vor: Die Masken werden uns noch eine Weile erhalten bleiben. Wir sollten uns nicht den Kopf zerbrechen, wie wir uns von der Maskenpflicht befreien können. Stattdessen sollten wir mehr Energie darauf verwenden, wie wir uns und damit andere vor einer Ansteckung schützen können. Um so schneller verschwindet Corona auch wieder als Gesprächsthema.

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