Ampfing: Nachruf auf Elisabeth Bublak

Elisabeth Bublak †

Ampfing: Nachruf auf Elisabeth Bublak

Ampfing – Kurz vor ihrem 93. Geburtstag ist Elisabeth Bublak aus Ampfing, nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Durch ihren Einsatz für die Trachtensache und ihre Mitgliedschaft von über 62 Jahren im Trachtenverein „Isentaler“ Ampfing, sowie ihr Ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde und Pfarrgemeinde, war Elisabeth Bublak eine bekannte Persönlichkeit in Ampfing.

Im Nachruf ging ihr Sohn Andreas Bublak auf die Lebensstationen von Elisabeth Bublak ein. Geboren wurde sie am 12. Februar 1927. Aufgewachsen ist sie in Geiselharting bei Oberbergkirchen auf einen Bauernhof. Jeden Tag ging sie zu Fuß in die Schule und vorher in die Kirche. Als Jugendliche ist sie mit ihrer Mutter nach München, gezogen. Gerne hat sie davon erzählt, wie toll es gewesen sei, wenn sie mir ihren Freundinnen im Prinzregentenstadion Schlittschuhfahren war und das „Stadtleben“ genossen hat. Oder wie ihr der Pfarrer in München den einen oder anderen Streich hat durchgehen lassen, weil er wusste, dass sie vom Land kam und dort „oft genug in die Kirche gehen hat müssen“. Die Zeit in München war aber nicht immer einfach, mitten im Krieg. Irgendwann ist ihr Wohnhaus ausgebombt worden und sie mussten wieder zurück „auf’s Land“. Immer wieder hat sie Versuche gestartet, zurück in die Stadt zu ziehen. Letztendlich ist sie in Ampfing gelandet und musste ihrer Mutter im Bahnhofskiosk in Ampfing helfen.

An einem Silvesterabend hat sie ihren späteren Mann Edi getroffen. Ihr Mann war als Mauerer in München unterwegs und Liesl hat sich um den Kiosk gekümmert. 1960 haben die Beiden ein Haus in Wimpasing gebaut. Dort haben sie einen kleinen Edeka-Laden eröffnet, um den sie sich kümmerte. Aber durch den Aufschwung wurden in Waldkraiburg die ersten Supermärkte eröffnet und so musste der Laden und der Kiosk am Bahnhof geschlossen werden.

Mit Kindern konnte Elisabeth schon immer gut, um so größer war die Freude, als 1971 Sohn Andreas geboren wurde. Groß war ihre Freude über die beiden Enkel Daniel und Luca.

Neben Arbeit und Familie war sie gerne unterwegs. Das Reisen war ein großes Hobby von Liesl. Mit 70 Jahren ist sie das erste Mal nach Tunesien, geflogen. Danach ging es noch nach Moskau und Sankt Petersburg sowie mit dem Schiff von Passau bis ans Schwarze Meer. Bis vor ein paar Wochen ist noch selbst gefahren. Oft hat sie „ihre Leute“ im Kursana besucht, hat sich im Familienkreis engagiert oder war beim Altennachmittag aktiv. Alle haben von ihrer Kochleidenschaft profitiert.

Gesundheitliche Probleme machten einen Krankenhausaufenthalt erforderlich. Ihr Gesundheitszustand verschlechtere sich rapide und sie verstarb im Mühldorfer Krankenhaus. Vom Vorsitzenden der Trachtenvereins „Isentaler“ Ampfing, Georg Eisner, gab es ein letzten „Pfüd di God“ und ein Dankeschön für ihren Einsatz zum Wohle des Vereins. stn

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