Weiter westlich

Ampfing erwägt Bau von neuem Trinkwasserbrunnen

Die Anlage in Reit: Die Fördermenge des Brunnen IV nimmt stetig ab.
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Die Anlage in Reit: Die Fördermenge des Brunnen IV nimmt stetig ab.
  • Rita Stettner
    vonRita Stettner
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Die Gemeinde Ampfing betreibt zur Trinkwassergewinnung im südlichen Gemeindegebiet die in den 1970er-Jahren errichteten Brunnen lll und IV. Der Brunnen IV wurde im Jahr 2017 wegen einer Sandführung des geförderten Wassers regeneriert und im Anschluss wieder in Betrieb genommen.

Ampfing – Bei Messungen wurde nun eine zunehmend größere Spreizung zwischen Ruhe- und Betriebswasserspiegel festgestellt. Dies machte die Drosselung der Förderrate nötig, um ein Trockenlaufen der Pumpen zu vermeiden. Seit August läuft der Brunnen zur vorsorglichen Sicherung seiner Restleistung nur im untergeordneten Betrieb.

Eine mögliche Lösung: Anstatt den defekten Brunnen zu überbohren und zu sanieren, soll weiter westlich als Ersatz ein neuer Brunnen V errichtet werden. Erfreulicherweise ist im Fassungsbereich (Zone I) entsprechend Platz dafür. Die Planung übernimmt das Ingenieurbüro CDM Smith Consult GmbH, Nürnberg. Die voraussichtlichen Baukosten werden derzeit ermittelt.

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Wasserrechtliches Verfahren notwendig

Für die rechtliche Sicherstellung des Wasserschutzgebietes für die Brunnenanlage in Reit ist es notwendig, ein wasserrechtliches Verfahren durchzuführen. Aufgrund von hydrogeologischen Berechnungen und Überlegungen wird ein künftiges Wasserschutzgebiet vorschlagen, das sich in drei Zonen unterteilt.

Diese haben unterschiedliche Schutzanforderungen (Verbotskatalog). So darf zum Beispiel in der Zone II kein Regenwasser aus Dachflächen versickern oder mit Gülle gedüngt werden, in der Zone III dagegen schon.

Wasserwirtschaftsamt prüft

Seit September prüft das Wasserwirtschaftsamt die Antragsunterlagen. Sobald die Prüfung ohne Beanstandungen abgeschlossen ist, wird das förmliche, also rechtliche, Verfahren eröffnet, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

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Das Landratsamt Mühldorf fordert zudem einen Notverbund, da bei der Wasserversorgung Ampfing kein zweites Standbein zur Wasserversorgung vorhanden ist. Künftig steht für etwaige Not- und Aushilfslieferungen die Gemeinde Mettenheim bereit.

Angedacht ist eine Leitung vom Mettenheimer Ortsteil Neufahrn bis zum Ortseingang von Ampfing. Die Planungen haben bereits begonnen. Die voraussichtlichen Baukosten können erst nach deren Abschluss bekannt gegeben werden.

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