Ampfing: Beim Ausbau der Münchner Straße ist nicht alles im Zeitplan

Der erste Bauabschnitt an der Münchner Straße ist fertig, die Arbeiten am zweiten sind im vollen Gang. Stettner
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Der erste Bauabschnitt an der Münchner Straße ist fertig, die Arbeiten am zweiten sind im vollen Gang. Stettner

Die Münchner Straße ist die Hauptverkehrsader in Ampfing. Wo für gewöhnlich bei Unfällen der Umleitungsverkehr der A94 verläuft, geht momentan nichts voran.

Ampfing – Im Mai war Spatenstich für den Ausbau der Münchner Straße zwischen Manghofer-Kreuzung und Bahnunterführung. Ein Gemeinschaftswerk zwischen Landkreis und Gemeinde, bei dem es aber kleine Verzögerungen gibt. Doch die Gemeinde will wieder Zeit gut machen.

Insgesamt 2,7 Millionen Euro kostet der Ausbau. Davon übernimmt die Gemeinde Ampfing mit 1,4 Millionen Euro den größeren finanziellen Teil. Um die Behinderungen für Anwohner, Pendler und den Durchgangsverkehr so niedrig wie möglich zu halten, sind für den Ausbau vier Teilabschnitte geplant. Damit lassen sich die durch die Bauarbeiten bedingten Behinderungen möglichst gering halten.

Erster Abschnitt ist schon fertig

Die Planungen sehen vor, dass im ersten Schritt zwischen Mai und Juli der Kreisverkehr fertiggestellt werden sollte. Das ist bereits auch schon passiert. Im zweiten Abschnitten schließen sich seit Juli der Bereich Busbahnhof bis Optik Bauer an. Bis Ende September will man hier fertig sein, bevor es dann weiter geht mit Bauabschnitt Nummer drei: Von Oktober bis Anfang Dezember wird der Bereich zwischen Optik Bauer und Edeka-Markt fertiggestellt, bevor dann im Dezember im vierten und letzten Teil der Arbeiten, der sich vom Edeka-Markt bis zur Manghofer-Kreuzung erstreckt, in Angriff genommen werden soll.

Die MÜ 38 bleibt im Wesentlichen in ihrer jetzigen Form erhalten. Mit dem Bau des Kreisels, der auch die Zufahrt zur Schweppermannstraße bildet, ist der erste Bauabschnitt inzwischen abgeschlossen, wie Ampfings Bürgermeister Josef Grundner (CSU) auf Nachfrage mitteilt. Verlegt wurden hier auch bereits die Wasserleitungen, bis Höhe St.-Martin-Straße. Der hier entstandene Kreisverkehr soll auch die Einmündungen beim Edeka-Markt und „Am Bahndamm“ entzerren.

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Ampfing: Ausbau der Münchner Straße gestartet

Der zweite Bauabschnitt läuft bereits. Wichtig war beim Ausbau, dass die Gehwege breiter und behindertengerecht ausgebaut werden. Das kommt natürlich auch Familien mit Kinderwagen zugute. Für Fußgänger und gehbehinderte Personen werden mehrere Überquerungshilfen geschaffen, also kleine „Inseln“ in der Mitte der Fahrbahn. Des Weiteren wurde der Busbahnhof provisorisch in den südlichen Bahnhofsparkplatz verlegt.

Ein Dreivierteljahr wird die Münchner Straße insgesamt nicht passierbar sein, weshalb eine Umleitung südlich der Eisenbahngleise eingerichtet ist. Am Bahnhofsareal soll ein Park & Ride Platz entstehen und auch bei der Erschließung des Areals gegenüber von Edeka (Baislgelände) soll der Kreisverkehr eine große entlastende Rolle spielen.

Alte Wasserleitungen erneuern

Die Baumaßnahmen sollen bis Dezember abgeschlossen sein. Der Landkreis wird sich mit 1,3 Millionen Euro an den Kosten beteiligen. Den Ausbau der Straße nutzt die Gemeinde Ampfing auch dazu, um die alten Wasserleitungen zu erneuern und zukunftssicher für den Breitbandausbau die Wege zu ebnen. Inzwischen wurden auch am sogenannten Baislgelände zwei der alte Gebäude abgerissen. Was hier entstehen soll, dazu laufen bereits erste Überlegungen für den Bau einer Kombination aus Einzelhandel, Büro und Wohngebäude.

Bei den Arbeiten läuft nicht alles nach Plan. „Aufgrund unvorhersehbarer Spartenarbeiten wie Tieferlegungen und Ergänzungen bei der Telekommunikation, Gas und Strom, gibt es kleine Verzögerungen“, sagt Josef Grundner. Damit hinke man leider dem Zeitplan etwa vier bis fünf Wochen hinterher. Doch man will wieder Zeit gutmachen. Deshalb soll in Absprache mit den Anwohnern der Wasserleitungsbau bei den jeweiligen Bauabschnitten im Voraus ausgeführt werden.

Am sogenannten Baislgelände sind zwei Gebäude abgerissen worden. Hier soll eine Kombination aus Einzelhandel, Wohn- und Geschäftshaus entstehen.
Der Kreisverkehr an der Zufahrt zur Schweppermannstraße ist inzwischen fertiggestellt.

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