Altes Schulhaus in Ranoldsberg wird ein Haus für Kinder und Vereine

Das alte Schulhaus in Ranoldsberg wird zum Landkindergarten umgebaut, bei dem auch die Ranoldsberger Vereine eine neue Heimat finden werden. Die Marktgemeinde Buchbach schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Haus steht nicht mehr leer und der Bedarf an Kindergartenplätzen ist abgedeckt.

Buchbach – Zum einen hat man damit für dieses Gebäude aus den 1960er-Jahren eine geeignete Nutzung gefunden, nachdem es seit rund vier Jahren leer steht. Zum anderen ist die Marktgemeinde gewappnet, auch für die kommenden Jahre den Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätze abdecken zu können.

Das Konzept sieht einen eingruppigen Landkindergarten für 25 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren im Erdgeschoß vor. Dazu gehört auch ein Mehrzweckraum, der vom Kindergarten als Gruppennebenraum oder Turnraum genutzt werden kann. In der ersten Variante war auch angedacht, dass dieser Mehrzweckraum auch für Vereinsversammlungen oder Veranstaltungen genutzt werden kann. Deshalb hat er auch einen separaten Eingang.

Untergeschoss können die Vereine nutzen

Mittlerweile haben sich aber die Planungen für das Untergeschoss so verändert, dass es zum einen für die Vereine vorgesehen ist und dort zum anderen sanitäre Anlagen für den angrenzenden Sportplatz untergebracht werden sollen. Die Planerin Christa Schwarzmoser machte in der September-Sitzung des Marktgemeinderates noch einmal klar, dass es für die Sanierung der Wohnung, die bereits besteht, und die erhalten werden sollte, keinerlei Fördermittel gibt. Da sie bei ihren Recherchen zudem festgestellt hatte, dass es für sie auch gar keine Genehmigung gibt, schlug sie vor, das gesamte Untergeschoss den Vereinen zur Verfügung zu stellen. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion.Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Eine Voraussetzung für die Fördermittel ist allerdings, dass das Untergeschoss barrierefrei zu erreichen ist. Hier hatte Christa Schwarzmoser zwei Alternativen geprüft: Zum einen einen Aufzug vom Erdgeschoss ins Untergeschoss. Zum anderen einen Weg ohne Treppen, der außen um das Gebäude herumführt. Die Architektin schlug den Aufzug vor, da dieser deutlich kostengünstiger sei. Wegen des starken Gefälles müsste der Weg außen herum 60 Meter lang sein und mit diversen Stützwänden gesichert werden.

Bedenken wegen Aufzug

Dennoch hatte Ingrid Schimanski (CSU/Parteifreie) Bedenken, weil sie Sorgen wegen der Wartung und der Reparaturanfälligkeit von Aufzügen hat. Doch Bürgermeister Thomas Einwang (CSU/Parteifreie/Wahlvorschalg Ranoldsberg) merkte an, dass auch der Weg unterhalten werden muss. Dritter Bürgermeister Dr. Wolfgang Limmer erschien der Aufzug auf dem Plan, den Christa Schwarzmoser präsentierte, „a bisserl klein“. Doch die Planerin erläuterte, dass der Aufzug genügend Platz für einen Rollstuhlfahrer samt Begleitperson bietet.

Sie teilte das Untergeschoss in einen großen Raum samt Nebenraum, Stuhllager, Küche, Toiletten und Behinderten-WC auf. Mit Hilfe eines breiten Ganges mit Sitzgelegenheiten, der das Untergeschoss in zwei Bereiche teilte, holte die Planerin „Licht in das Untergeschoss herein“.

Fördermittel helfen bei der Finanzierung

Der Marktgemeinderat segnete die Planung ohne Gegenstimme ab. In einem nächsten Schritt werden jetzt Fördermittel beantragt. Die können auch über die Förderinitiative „Innen statt Außen“ fließen. Diese Initiative schließt sich an die Dorferneuerung an, die für Ranoldsberg bereits abgeschlossen ist. Bürgermeister Thomas Einwang erläuterte kurz, dass die Marktgemeinde im Grundsatz bereits seit längerem die Innenentwicklung vorantreibe. Damit spare man Flächen und schone Natur und Landschaft. Einwang bekräftigte noch einmal, dass ein lebendiger Ortskern wichtig sei.

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