Altes Denkmal in neuem Glanz

Christian Weiß vom Bauhof reinigt den Löwen, der auf dem Friedhof für Gefallene der Napoleonischen Kriege steht.
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Christian Weiß vom Bauhof reinigt den Löwen, der auf dem Friedhof für Gefallene der Napoleonischen Kriege steht.

Endlich führten wiederholte Bitten an die Stadt zum Erfolg. Der Löwe am „Franzosenfriedhof“ war für die Reservistenkameradschaft Mühldorf schon längst keine würdige Gedenkstätte für die Gefallenen der Napoleonischen Kriege mehr.

von Walter Reichmann

Mühldorf – Kamerad Christian Weiß vom Bauhof reinigte in Absprache mit dem Leiter des Bauhofs den vermoosten Löwen. Tatsächlich wurden die gefallenen französischen Soldaten nicht auf dem Friedhof an der Nikolauskirche bestattet, sondern unweit der Ländspitze. Der Veteranenverein errichtete 1848 ein Holzkreuz, um aller gefallenen Soldaten aus der Kriegszeit von 1796 bis 1815 zu gedenken. Im Volksmund hat sich der Name „Franzosenfriedhof“ gefestigt, obwohl bayerische, österreichische und französische Soldaten dort ihre letzte Ruhestätte fanden. Diese waren im damaligen Bruderhaus, das als Lazarett diente, verstorben. Auch das Spital erfüllte vorübergehend die Aufgabe eines Lazaretts.

In den Totenbüchern der Pfarrei finden sich keine Namen, weil die Verstorbenen auf keinem christlichen Friedhof bestattet werden durften. Man wusste ja nicht, ob sie auch Christen waren.

Gebeine wird man im „Franzosenfriedhof“ wohl keine finden, da der Inn bei Hochwasser die Gedenkstätte wiederholt überflutet und abgetragen hat. Mit dem Bau des Innkanals wurde das Gebiet der Innlände Baugebiet. Als dann in den 1960er-Jahren das Kriegerdenkmal auf dem Stadtplatz dem Verkehr weichen musste, fand ein Löwe seinen Platz am „Franzosenfriedhof“, der andere dient als Zeichen der Verbundenheit mit Waldkraiburg.

Bild 1: Deutlich erkennbar der vermooste Schädel des Löwen.

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